„Krone“-Ombudsfrau

07.02.2018 09:40

Nach Sturm: Feuchte Wände und kein Hausdach

Auf ihre ehemalige Wohnungsgenossenschaft ist eine Leserin nicht gut zu sprechen: Ein Unwetter machte ihre Wohnung zum Renovierungsfall. Weil die Schäden zwei Monate später nicht behoben waren und eine Mietreduktion abgelehnt wurde, zog sie aus. Neben dem Ärger blieb sie auf Stromkosten sitzen!

In der Nacht auf 11. August 2017 deckte ein orkanartiger Sturm Dach und Dachstuhl des Wohnhauses im burgenländischen Parndorf ab. Besonders betroffen war die im Dachgeschoß liegende Wohnung der Leserin: „Die Folge waren feuchte Wände, Schimmelbildung und kaputte Böden“, schilderte Frau G. der Ombudsfrau. Die Hausverwaltung organisierte Trocknungsgeräte und ließ ein provisorisches Hausdach installieren. Als sich im Herbst jedoch Regenschauer mehrten, wurden die Wasserflecken in der Wohnung wieder größer. „Alleine im Schlafzimmer gab es einen Fleck mit zwei Quadratmetern“, so die Leserin weiter.

Strom-Mehrkosten nicht ersetzt, Genossenschaft schweigt
Weil sie es in der Wohnung dann nicht mehr aushielt, und das Dach immer noch nicht erneuert war, zog die Burgenländerin im Oktober um, kündigte den Mietvertrag. Doch ihre Bitte, sie aufgrund der besonderen Umstände früher als Ende Dezember aus dem Vertrag zu lassen, wurde abgeschmettert. Ebenso wie ihre Begehren um eine Mietzinsreduktion, obwohl die Wohnung erst Mitte Dezember fertig renoviert worden sei. Auch die Strom-Mehrkosten für die Entfeuchtungsgeräte wurden bis heute nicht ersetzt. Da sie trotz Zusage, man werde sich nach einem internen Gespräch mit dem Geschäftsführer wieder bei ihr melden, keine Antwort mehr erhielt, wandte sich Frau G. letztlich verärgert an die Ombudsfrau.

Auch uns gegenüber hüllt sich die Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (WBV GÖD) trotz zweier Anfragen bisher in Schweigen. Welcher Orkan muss der Genossenschaft um die Ohren wehen, bis sie aufwacht?

 Ombudsfrau
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