Lachen auf Französisch

02.02.2018 11:17

Hochzeit, oje! „Das Leben ist ein Fest“

Mit "Ziemlich beste Freunde" ist den Regisseuren und Drehbuchautoren Olivier Nakache und Eric Toledano vor sechs Jahren ein Mega-Kinoerfolg gelungen, der weit über Frankreich hinaus Beachtung und Lobeshymnen erntete - und das völlig zurecht. Mit "Das Leben ist ein Fest" nimmt das Duo erneut unsere Lachmuskeln in Angriff. Kinostart: 1. Februar.

Der Pariser Max (Jean-Pierre-Bacri) ist seit Jahrzehnten im Hochzeitsgeschäft. Große Feiern auszurichten, bei denen sich Liebende das Ja-Wort geben, ist sein Job – und seine Leidenschaft. Doch in den vergangenen Monaten hat sich bei Max etwas Amtsmüdigkeit eingeschlichen. Zudem herrscht in Sachen Liebesleben – die Ehefrau lässt ihn links liegen, seine Geliebte will Klarheit – ein totales Chaos.

Richtiggehend chaotisch geht es bei Max' neuestem Projekt zu: der Hochzeit von Pierre (Benjamin Lavernhe) und Helena (Judith Chemla) in einem vornehmen Schloss. Dass der Bräutigam ein veritables Ekel ist, das kaum arroganter und selbstverliebter sein könnte, ist das kleinste Problem.

Max' Assistentin Adele (Eye Haidara) stößt mit ihrem Temperament jeden vor den Kopf. James (Gilles Lellouche), der Chef der Hochzeitsband, macht keinen Hehl daraus, dass alle nach seiner Pfeife zu tanzen haben, denn sein Motto lautet: Die Musik gibt bei einer Hochzeit nun mal den Ton an. Fotograf Guy (Jean-Paul Rouve) kann gegenüber den Gästen schon mal schroff werden – und das leckere Buffet ist vor ihm auch nicht sicher. Max' Schwager Julien (Vincent Macaigne), ein richtiges Nervenbündel und nicht gerade der geborene Kellner, ist zu allem Überfluss auch noch unsterblich in die Braut verliebt.

Es gibt also allerhand zu tun für den bemitleidenswerten Max. Als jedoch wegen eines Kühlschrank-Missgeschicks eine Massen-Lebensmittelvergiftung droht und der Bräutigam im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft geht, scheint der Abend (und die Karriere?) endgültig gelaufen.

Frankreich kann Komödie. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wird aber jedes Jahr durch höchst amüsante Filme ("Willkommen bei den Sch'tis", "Monsieur Claude und seine Töchter", "Super-Hypochonder") untermauert. "Das Leben ist ein Fest" steht den Hits der vergangenen Jahre in nichts nach - erstklassige Schauspieler, witzige Dialoge und ein überzeugendes Drehbuch lohnen den Kinobesuch. Und die Franzosen zeigen Hollywood, dass eine Komödie auch ohne billige Fäkalsprache und flache Sprüche funktioniert - oder gerade deshalb ..?

Ingemar Pardatscher
Ingemar Pardatscher

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