Pass per App

14.01.2018 18:44

Neue Plattform soll Behördenwege vereinfachen

Die Bundesregierung will in der kommenden Ministerratssitzung den Startschuss für eine neue digitale Online-Plattform geben, die Behördenwege für die Österreicher in Zukunft noch einfacher gestalten soll. Im Endausbau sollen Bürger etwa den Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses oder Änderungen im Melderegister via App am Smartphone erledigen können.

Der Bund hat derzeit diverse Behördenangebote im Online-Einsatz, die teils unterschiedliche Zugänge haben oder nur beschränkt zu mobilen Endgeräten wie Smartphones kompatibel sind. Mit oesterreich.gv.at soll daher eine einheitliche Online-Plattform geschaffen werden, die einen zentralen Zugriff auf die gängigsten bereits bestehenden Verwaltungsapplikationen wie das Bürgerserviceportal help.gv.at, das Unternehmensserviceportal usp.gv.at oder das Rechtsinformationssystem ris.bka.gv.at bietet.

In weiterer Folge sollen die zehn am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen über diese Plattform online zugänglich gemacht werden. Dazu gehören etwa die Beantragung eines Reisepasses oder Personalausweises sowie Änderungen im Melde- oder Kraftfahrzeugregister, heißt es im Wirtschaftsministerium.

"Die Bürokratie macht das Leben komplexer. Wir wollen es mit Digitalisierung vereinfachen. Daher bündeln wir in einem ersten Schritt vorhandene Angebote der Verwaltung, um diese benutzerfreundlich und bürgernah aufzubereiten", erklärte die für Digitalisierung zuständige Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Benutzerfreundlichkeit im Fokus
Bei der Entwicklung der Online-Plattform sollen insbesondere erleichterte Zugangsmodalitäten (Single-Sign-On), Benutzerfreundlichkeit sowie die Kompatibilität mit unterschiedlichen mobilen Endgeräten im Fokus stehen. Im Endausbau sollen die wichtigsten Behördenwege auch via App am Smartphone erledigt werden können. „Entscheidend ist die Wahlfreiheit, ob man seine Amtswege digital oder klassisch am Amt erledigen will. Die Bürger sollen selbst entscheiden, wie Sie mit uns kommunizieren wollen, der Staat soll das nicht verordnen", so Digitalministerin Schramböck.

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