Von Piste gerutscht

14.01.2018 11:44

Türkischer Passagierjet beinahe im Meer gelandet

Mit dem Schrecken davongekommen sind Passagiere eines Flugzeugs der türkischen Pegasus Airlines am Samstagabend, als der Jet bei der Landung in der Schwarzmeerstadt Trabzon von der Piste abkam. Der Passagierjet blieb im Schlamm an einem steilen Hang stecken - nur wenige Meter vom Meer entfernt.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu wurde niemand von den 162 Fluggästen bzw. der sechsköpfigen Crew verletzt. In den sozialen Medien tauchten wenig später Bilder und Videos vom Absturzort und aus dem Inneren des Jets auf. Unten sehen Sie ein Video, das die Evakuierung des Flugzeugs zeigt.

Das Hamburger Flugunfallbüro JACDEC ("Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre") teilte mit, die Menschen an Bord seien über Notausgänge und Rutschen in Sicherheit gebracht worden. Das Flugzeug sei "erheblich" beschädigt worden. Das rechte der beiden Triebwerke sei vom Flügel abgebrochen und ins Meer gestürzt. Das Fahrwerk sei abgetrennt worden oder zusammengebrochen. Der Flughafen in der nordtürkischen Stadt Trabzon verfügt nur über eine Start- und Landebahn, die unmittelbar an der Schwarzmeerküste liegt.

Jet hatte Probleme beim Bremsen auf regennasser Piste
Die Boeing 737 war aus der Hauptstadt Ankara gekommen. Wieso das Flugzeug von der Piste abkam, ist noch unklar. Zum Unfallzeitpunkt regnete es und die Landebahn war nass. Offenbar hatte das Flugzeug Probleme beim Abbremsen. Laut der Nachrichtenseite airlive.net betrug die Geschiwindigkeit des Jets am letzten Drittel der Piste noch immer über 200 km/h. Nach einer Unterbrechung während der gesamten Nacht wurde Sonntagvormittag der Flugverkehr wieder aufgenommen. Pegasus ist eine private Fluglinie und fliegt auch Wien-Schwechat an.

Gabor Agardi
Gabor Agardi

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