Populismus in der Politik

Das freie Wort
Es besteht offensichtlich eine sprachliche Verwandtschaft zwischen den Begriffen „populär“ und „populistisch“. „Populär“ heißt: beliebt oder gemeinverständlich. So spricht man z. B. von populärwissenschaftlichen Büchern. „Populistisch“ heißt: hauptsächlich auf die öffentliche Meinung bedacht zu sein und die Mängel des Establishments aufzuzeigen. Ein Populist bedient sich allgemeinverständlicher Floskeln, um andere Menschen zu beeinflussen und für sich zu gewinnen. Dabei appelliert er oft an bestimmte Gefühle und Vorurteile von Menschen oder möchte diese Gefühle und Vorurteile bei ihnen wecken. Populismus bedeutet auch, so zu tun, als ob man wüsste, was für die Allgemeinheit am besten sei. Das kommt bei jenen Menschen gut an, deren Probleme angesprochen werden. Da es aber in jeder Gesellschaft sehr viele unterschiedliche Interessen gibt, wird natürlich nur ein bestimmter Teil der Gesellschaft angesprochen. Keine Partei oder Bewegung kann alle Interessen der Gesamtbevölkerung vertreten, daher gibt es in einer Demokratie unterschiedliche politische Parteien und Wahlen. Rechtspopulismus ist eine politische Strategie, die auf Polarisierung, das Schüren von Ängsten und Ab- oder Ausgrenzung setzt. Aber wer grenzt in Österreich wirklich aus. Ist es nicht die SPÖ, die seit Jahren eine politische Ausgrenzung versucht, und weckt nicht die Warnung vor einer schwarz-blauen Regierung im In- und Ausland verborgene Ängste?


Kurt Gärtner,Wels
erschienen am Mi, 15.11.