Rein platonisch?

Jeder 7.Wiener führt eheähnliche Beziehung im Büro

Es gibt einen neuen Trend am Arbeitsplatz: Bereits jeder siebte Wiener hat eine "Work-Wife" oder einen "Work-Husband" - führt sozusagen einen eheähnliche Beziehung im Büro, aber rein platonisch. Das ergab eine neue Studie von XING. 6 von 10 Österreichern finden in der Arbeit zudem Freunde fürs Leben und zahlreiche Kollegen treffen sich auch abseits des Berufsalltags in ihrer Freizeit.

Die Österreicher verbringen sehr viel Zeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen: Neben einer 40-Stunden-Woche treffen sie diese auch nach Feierabend gerne auf ein gemeinsames Getränk. Rund um den Arbeitsplatz entstehen dadurch enge Freundschaften. 6 von 10 österreichischen Arbeitnehmern haben im Büro bereits Freunde fürs Leben gefunden. Immerhin jeder Siebte pflegt zudem eine eheähnliche Vertrauensbeziehung am Arbeitsplatz.

#Rein platonisch

Bei einer Vollzeitstelle verbringt man den Großteil seiner Zeit in der Arbeit und ist zahlreiche Stunden bei den Kollegen. Neben Freundschaften entwickeln sich daher auch tiefergehende Beziehungen. Dieser sich anbahnende Trend aus den USA nennt sich "Work Wife" beziehungsweise "Work Husband": Am Arbeitsplatz entstehen eheähnliche, ausschließlich platonische Vertrauensbeziehungen zu einem Kollegen oder einer Kollegin. Man geht zusammen Mittagessen, unterstützt sich bei Projekten, trinkt den Frühstückskaffee miteinander und redet auch über private Angelegenheiten.

#Wien voran

Auch in Österreich breitet sich dieses Phänomen immer weiter aus. Schon jeder siebte Arbeitnehmer gibt an, eine eheähnliche Beziehung am Arbeitsplatz zu führen. Die meisten "Work Wifes" und "Work Husbands" arbeiten in Wien, hier geben 19,8 Prozent an, eine solche "Arbeitsehe" zu führen. Zum Vergleich: Österreichweit sind es 15,2 Prozent.

#Ab wann ist es Betrug?

Doch ist die Gefahr nicht groß, dass aus der rein platonischen "Arbeitsehe" einmal mehr wird? Wenn Vertrauen besteht, viele Stunden miteinander verbracht werden und man sich gut versteht, kann es vielleicht dazu führen, dass Gefühle entstehen. Und dann wird aus der "Work-Wife" beziehungsweise dem "Work-Husband" ein Flirt am Arbeitsplatz und schließlich eine Affäre. Bereits ebenfalls jeder Siebte war laut einer Forsa-Umfrage bereits mit einem Kollegen liiert. Doch wer es vermeiden kann, lässt es lieber, denn mit dem Beziehungs- kommt auch oft das Karriereende. Im Zweifelsfall ist es wahrscheinlicher also besser, auf den "Work-Husband" oder die "Work-Wife" zu verzichten und sich stattdessen auf den Ehepartner zuhause zu freuen.

Jänner 2018

Habt ihr auch einen "Work-Husband" oder eine "Work-Wife"? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf
Kommentare
Mehr