UEFA-Entscheide

07.12.2017 18:15

EM 2020 nicht in Brüssel ++ Eröffnungsspiel in Rom

Bei der Fußball-EM 2022 werden entgegen ursprünglicher Planungen keine Spiele in Brüssel stattfinden - das gab die UEFA am Donnerstag nach der Sitzung des Exekutivkomitees in Nyon bekannt! Die vier Gruppenspiele der belgischen Hauptstadt gehen nun im Londoner Wembley-Stadion in Szene, wo auch beide Halbfinali und das Finale ausgetragen werden.

Brüssel wurde das Gastgeber-Recht wegen der massiven Verzögerung des geplanten EM-Stadions entzogen. Als Spielorte wurden für das Pan-Europa-Turnier neben London folgende elf Städte bestätigt: Amsterdam, Baku, Bilbao, Budapest, Bukarest, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, München, Rom und St. Petersburg. Das Eröffnungsspiel findet in Rom statt. Alle Gastgeber-Nationen bestreiten zwei oder drei Partien der Gruppenphase in ihrem Heimstadion, sofern sie sich qualifizieren. Das bedeutet etwa, dass Deutschland und Ungarn EM-Gruppengegner sind, sollten beide das Ticket für das Turnier lösen. München und Budapest wurden nämlich als Spielort-Paarungen festgelegt. Gleiches gilt für Rom und Baku, St. Petersburg und Kopenhagen, Amsterdam und Bukarest, Bilbao und Dublin sowie Glasgow und London.

Im Zusammenhang mit der Doping-Sperre Russlands und dem Olympia-Ausschluss von WM-Cheforganisator Witali Mutko sieht die UEFA derzeit keine Veranlassung für eine Intervention bei der FIFA. "Das Thema stand heute nicht auf der Tagesordnung", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Die Entwicklungen nach dem IOC-Urteil gegen Mutko vom Dienstag seien "noch zu frisch", um konkret Stellung zu beziehen. Mutko war wegen seiner Verstrickung in den russischen Doping-Skandal vom IOC lebenslang von Olympia ausgeschlossen worden. Die FIFA hält dennoch an dem stellvertretenden russischen Regierungschef als ranghöchstem WM-Macher für 2018 fest. Ceferin ist in seiner Funktion als UEFA-Chef auch FIFA-Vizepräsident und zudem Vorsitzender des Organisations-Komitees für FIFA-Wettbewerbe.

"Ich als Person bin für eine Null-Toleranz-Politik in Sachen Doping", sagte Ceferin. Bei der UEFA sei das IOC-Urteil in den Gremien aber noch nicht diskutiert worden. Der Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees, Alexej Sorokin, wollte die Entwicklungen in Russland nicht kommentieren. "Es ist im Fußball kein Thema. Und hier war es kein Thema", sagte er nach der Sitzung in Nyon, bei der er als europäisches Mitglied des FIFA-Councils dabei war. Diesen Posten hatte der Russe als Nachfolger Mutkos im Mai übernommen.

Wales, Russland & Slowakei in Nations League keine ÖFB-Gegner
Abseits von EM 2022 und Doping gab es aus rot-weiß-roter Sicht ebenfalls Interessantes von der UEFA zu verkünden. Nun ist nämlich klar, dass die österreichische Nationalmannschaft in der Gruppenphase der Nations League nicht auf Wales, Russland und die Slowakei treffen wird. Diese drei Nationen werden ebenso wie das ÖFB-Team bei der Auslosung der Liga B am 24. Jänner 2018 in Lausanne aus Topf eins gezogen. Mögliche Gegner der Österreicher sind Schweden, die Ukraine, Irland, Bosnien-Herzegowina, Nordirland, Dänemark, Tschechien und die Türkei. Gespielt wird die Gruppenphase von September bis November 2018 mit Hin- und Rückspielen in allen vier Dreiergruppen. Die Gruppensieger können sich in Play-offs noch ein EM-Ticket sichern, sofern sie die EM-Teilnahme nicht schon über die reguläre Quali geschafft haben.

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