Fusion

07.12.2017 16:20

Steirische Unfall-Spitäler im Umbruch

Die beiden steirischen Unfallkrankenhäuser Graz und Kalwang stehen in Kürze unter einer gemeinsamen Führung. Davon sollen die Patienten profitieren: Ärzte, Wissen, ja sogar Geräte werden zwischen den beiden Standorten ausgetauscht. Apropos Standort: Jener in Kalwang ist angezählt, geplant ist ein Umzug nach Bruck.

"Wir stehen Gewehr bei Fuß", wartet der österreichische AUVA-Obmann Anton Ofner auf die endgültige Abklärung mit dem Land. In Bruck soll direkt neben dem LKH das UKH entstehen - eine Verbindung, wie es sie in Graz mit dem LKH West ja schon gibt. Vorteil: Man könnte viel stärker kooperieren und schneller Spezialisten aus dem LKH hinzuziehen. Ofner: "In der Traumaversorgung gibt es die goldene Stunde, nach der die Überlebenschance deutlich sinkt."

Bereits fix ist: Die beiden steirischen AUVA-Spitäler fusionieren bis zum 2. Halbjahr 2018 unter dem Namen "UKH Steiermark". Während so bei Dienstleistungen (IT-Betreuung usw.) gespart wird, soll das medizinische Angebot durch einen stärkeren Austausch sogar erweitert werden. So ist es dann z. B. rechtlich möglich, dass Spezialisten aus Graz im Notfall in die Obersteiermark geflogen werden. "Wir transferieren nicht die Verletzten, sondern die Spezialisten und das Wissen zwischen den beiden steirischen Standorten", verspricht Hannes Weißenbacher, Direktor der AUVA-Landesstelle Graz. Und Ofner ergänzt: "Es entsteht das größte Traumazentrum der Steiermark. Beide Standorte bleiben als tragende Säulen bestehen."

Pro Jahr werden in den beiden UKH 70.000 Patienten behandelt; ein Großteil in Graz, wo die Ambulanz überlaufen und der Bedarf an mehr Ärzten groß ist.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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