Aus Nationalpark

07.12.2017 09:31

Analyse ergab: Mühlviertler Wolf ist ein Bayer

Also doch! Jener Wolf, der vor zwei Wochen in Bad Kreuzen für Aufregung sorgte, weil er ungeniert einen Hahn riss und verspeiste, stammt offenbar aus dem deutschen Nationalpark Bayrischer Wald. Das ergaben DNA-Abgleiche eines deutschen Labors, das bereits Gen-Proben der Nationalpark-Wölfe aufbewahrte.

Es ist zwar kein Kriminalfall, die Vorgangsweise ist aber nicht viel anders: Experten sicherten am "Tatort" in Bad Kreuzen Federn mit DNA-Spuren des Wolfs. Diese konnten nun von einem Labor des deutschen Senckenberg-Instituts ausgewertet und erfolgreich mit DNA-Proben des Rudels vom Nationalpark Bayrischer Wald abgeglichen werden. "Es gibt zwar noch keine vollständige Analyse, es deutet aber alles daraufhin, dass es sich um einen unserer Wölfe handelt", bestätigt Pressesprecher Gregor Wolf auf "Krone"-Anfrage.

Unbekannte ließen Wölfe frei
Sechs Wölfe waren Anfang Oktober entlaufen, als Unbekannte das Tor zum Freigehege geöffnet hatten. Ein Tier wurde vom Zug überfahren, eine Wölfin wurde eingefangen, zwei wurden erschossen. Ein elfjähriger Rüde und ein Jungtier sind noch frei. Der Neo-Mühlviertler dürfte der Rüde sein, meint auch der Wolfsbeauftragte Georg Rauer: "Es wird spannend, wie es weitergeht. Wir hoffen auf bayrische Unterstützung beim Einfangen."

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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