Viele Pläne

13.11.2017 11:48

Lufthansa: 500 Millionen Euro für Alitalia?

Die Lufthansa will bis zu 250 Millionen Euro in die krisengeschüttelte Alitalia stecken - der Betrag könnte aufgrund von Vereinbarungen mit der italienischen Regierung aber sogar verdoppelt werden. Mit 1000 neuen innerdeutschen Flügen soll zudem auch der Kapazitätsengpass behoben werden, der durch den Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin entstand und zu hohen Ticketpreisen auf gefragten Strecken führte.

Die italienische Regierung bemüht sich, Alitalia als Ganzes zu verkaufen und nicht den Flugbetrieb von den Bodendiensten zu trennen. Allerdings scheint fraglich, ob es überhaupt jemanden gibt, der Alitalia als Ganzes übernehmen würde - die Fluggesellschaft gilt als nicht sanierbar. Der Billigflieger Ryanair hatte Ende September sein Interesse zurückgezogen.

Laut einem Plan, an dem die Chefetage der AUA-Mutter arbeitet, sollen bei der Alitalia 2000 Jobs wegfallen, vor allem im administrativen Bereich. Die neue Airline soll nicht mehr als 6000 Mitarbeiter zählen, etwa 5000 weniger als heute. Die Flotte soll aus 90 bis 100 Maschinen bestehen. Die Lufthansa will vor allem die Wartungssparte verwerten, berichtet die römische Tageszeitung "Il Messaggero".

  • Alitalia hat im Mai 2017 Insolvenz angemeldet.

Auch der US-Fonds Cerberus arbeitet an einem Plan zur kompletten Übernahme der Alitalia. Das Offert des US-Investors wurde allerdings nicht im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellt, den die Sonderverwalter der italienischen Airline ausgeschrieben haben. Laut Medienberichten ist Cerberus bereit, zwischen 100 und 400 Millionen Euro für Alitalia auszugeben. Noch aber sei das Angebot der Lufthansa das bisher glaubwürdigste, das für die Alitalia eingetroffen ist, hieß es vonseiten der Sonderverwalter.

Deutschland: Lufthansa kündigt stabile Preise an
Auch gab Carsten Spohr, Chef der AUA-Mutter Lufthansa bekannt, weitere 1000 Flüge auf innerdeutschem Raum durchführen zu wollen. Damit soll der Kapazitätsengpass behoben werden, der durch den Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin entstand und zu hohen Ticketpreisen auf gefragten Strecken wie Berlin-München oder Berlin-Köln führte. "Sobald wir grünes Licht aus Brüssel haben, wollen wir pro Monat allein bei Eurowings 1000 innerdeutsche Flüge dazunehmen", sagte Spohr der "Bild"-Zeitung. "Ich kann versprechen, dass mit neuen innerdeutschen Flügen wieder stabile Preise kommen."

 krone.at
Redaktion
krone.at
Mehr Storys
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).