Nach „Krone“-Bericht

07.11.2017 16:14

Wienerwald: Umweltanwalt stellt „Soko“ auf

Für Bewegung sorgte ein Bericht der "Krone". Der Biosphärenpark Wienerwald soll durch miese Praktiken von Bauunternehmen und Behörden in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Jetzt greift Landesvize Stephan Pernkopf durch und setzt den Umweltanwalt auf die Causa an. Mithilfe aus der Bevölkerung ist gefragt!

"Keine Gnade für Umweltsünder", lautet jetzt die neue Devise aus St. Pölten. Grund dafür sind die skandalösen Vorgänge im Biosphärenpark Wienerwald. Bereits zum wiederholten Male sollen Bauunternehmer, wie berichtet, rücksichtslos Müll und Schutt in dem Naturjuwel abgeladen haben. Mitwisser sollen dabei lokale Politiker und Bezirksbehörden gewesen sein, behaupten Insider. Dem will nun Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf einen Riegel vorschieben. Umweltanwalt Thomas Hansmann soll eine strenge Prüfung im ganzen Gebiet vornehmen. "Sollten sich die Vorwürfe erhärten, werden wir auch dementsprechende Konsequenzen anordnen. Der Wienerwald ist ein wichtiger Bestandteil unserer Landesidentität, den lassen wir sicher nicht verkommen", stellt Pernkopf klar.

Jedoch wird auch um Mithilfe der Bürger gebeten. "Wir brauchen Informationen aus der Bevölkerung, um dem kriminellen Treiben ein Ende zu setzen. Nicht wegsehen, sondern melden ist hierbei die Devise", erklären die Mitglieder der Einsatzgruppe. Der Erfolg wird wohl nach dem ersten Lokalaugenschein nicht lange auf sich warten lassen.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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