Bürger empört:

07.11.2017 15:31

„Müll und Schutt bedrohen kostbares Naturjuwel“

51 blau-gelbe Gemeinden und Teile der Bundeshauptstadt liegen im Biosphärenpark Wienerwald. Seit Jahren wird gegen illegale Müll- und Schuttablagerungen sowie verbotene Erdbewegungen gekämpft. Doch Konsequenzen gab es bislang keine. Ein Insider erklärte im Gespräch mit der "Krone" nun die Hintergründe dafür. Bezirksbehörden und Lokalpolitiker sollen ein abgekartetes Spiel betreiben, so die Vorwürfe. Verlierer sind Anrainer, Tier- und Pflanzenwelt . . .

Die Abläufe seien laut dem Insider immer dieselben. Zwei Bauunternehmen sollen sich mit ihren Kontakten vor Ort absprechen und etwaige Ablageplätze im Wienerwald suchen. Dort angekommen, laden die Lastwagen Müll und Schutt einfach in ein Waldstück ab. "Kommt es zu Beschwerden, werden Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft über das illegale Treiben informiert. Konsequenzen gibt es jedoch keine, da gibt es eine Order von ganz oben", kritisiert der Kenner der Branche. Die Bevölkerung leidet seit Jahren unter der Situation. In der Gemeinde Sieghartskirchen, Bezirk Tulln, sorgt der neueste Fall jedoch für große Aufregung.

Hinter dem ehemaligen Gasthaus Eigner am Riederberg wurde ein ganzer Landstrich "eingeebnet" und natürlich wieder Müll abgeladen. Der Informant betont: "Die Bezirksbehörde ist informiert, aber passieren darf nichts. Dafür sind die Freunde dieses Systems offenbar zu wichtig und zu einflussreich."

Bezirkshauptmann Andreas Riemer war gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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