Herr Doktor auf drei

07.11.2017 04:49

Yamaha Niken: Valentino Rossi fährt jetzt Dreirad

Wenn es ums Fahren geht, dürfte MotoGP-Star Valentino Rossi für jeden Spaß zu haben sein - jetzt hat er ein Dreirad getestet und auch gleich präsentiert: Am Vorabend der Motorradmesse EICMA feierte die Yamaha Niken in Mailand Europapremiere. Und auch sonst fuhren die Japaner einiges auf.

"Niken" ist Japanisch und bedeutet "zwei Schwerter". In diesem Fall steht es für zwei Vorderräder, die über den Asphalt schneiden und dabei ein Gripniveau und eine Sicherheit aufbauen, wie es bei einem normalen Zweirad kaum möglich ist. "Am Anfang ist das Fahrgefühl ungewöhnlich", sagt Rossi, "aber dann kannst du auch bei schlechten Straßenverhältnissen spielerisch am Grenzbereich unterwegs sein."

  • Valentino Rossi und die Yamaha Niken
  • Valentino Rossi und die Yamaha Niken
  • Valentino Rossi und die Yamaha Niken
  • Valentino Rossi

Technisch sind Schräglagenwinkel bis zu 45 Grad möglich, so weit neigen sich die 15-Zoll-Vorderräder, die eine Spur von 41 Zentimeter aufweisen. Die Niken basiert auf der Yamaha MT-09 und bringt auch deren 847 ccm großen Crossplane3-Dreizylindermotor mit. Wegen des höheren (bisher nicht näher bezifferten) Gewichts wurde das Getriebe kürzer übersetzt, wodurch das Beschleunigungsgefühl dem der MT-09 entsprechen soll. Der Verbrauch dürfte allerdings höher sein. Mit dem 18-Liter-Tank sind angeblich mehr als 300 Kilometer Reichweite möglich.

  • Yamaha Niken
  • Yamaha Niken
  • Yamaha Niken
  • Yamaha Niken
  • Yamaha Niken

Statt einer USD-Gabel gibt es deren zwei, die Schwinge ist mit 552 mm um 15 mm länger. Die Sitzposition wurde um 5 Zentimeter nach hinten versetzt, sodass die Gewichtsverteilung samt Fahrer 50:50 beträgt. Fahrmodi, Traktionskontrolle und Tempomat werden serienmäßig sein, wenn die Niken in der zweiten Hälfte 2018 auf den Markt kommt.

Einmal um die ganze Welt
Dir Niken sieht aus wie ein Concept Bike, ist aber serienreif - bei der Yamaha Ténéré 700 World Raid Prototype ist es eher anders herum: Sie wirkt wie frisch vom Händler angeliefert, ist allerdings ein Prototyp, der nun ein Jahr lang auf er ganzen Welt unter widrigsten Umständen getestet werden soll. Für den Fall, dass Kunden eine ähnliche Strecke auf sich nehmen. Sie soll besonders leicht sein und phänomenale Offroadeigenschaften bieten. Die Ténéré 700 World Raid ist die Weiterentwicklung des T7 Concepts, das vor einem Jahr an gleicher Stelle für Aufsehen gesorgt hat. Auf der nächsten EICMA hoffen wir dann das Serien-Bike zu sehen.

  • Yamaha-Werksfahrer Adrien Van Beveren mit der Ténéré 700 World Raid
  • Ténéré 700 World Raid
  • Ténéré 700 World Raid
  • Yamaha Ténéré 700 World Raid
  • Yamaha Ténéré 700 World Raid
  • Yamaha Ténéré 700 World Raid
  • Yamaha-Werksfahrer Adrien Van Beveren mit der Ténéré 700 World Raid

Adventure reloaded
Wer nicht ganz so extrem, aber dennoch weit und gerne auch mal abseits des Asphalts unterwegs ist, für den hat Yamaha die Tracer 900 überarbeitet und zusätzlich eine GT-Version vorgestellt, die u.a. mit 22-Liter-Koffern, Quickshifter, Tempomat, Heizgriffen, dreistufiger Traktionskontrolle und einer einstellbaren, goldfarbenen Gabel aufwartet. Beide Versionen haben jetzt einen Windschild, der mit einer Hand verstellbar ist.

  • Yamaha Tracer 900GT
  • Yamaha Tracer 900GT
  • Yamaha Tracer 900GT
  • Yamaha Tracer 900GT
  • Yamaha Tracer 900
  • Weltreisender Nick Sanders und die überarbeitete Yamaha Super Ténéré

Nackte für den vollen Fahrspaß
Entsprechend der großen Schwester MT-10 SP bekommt die MT-09 eine SP-Version an die Seite gestellt. Das bedeutet: feine Komponenten wie ein einstellbares Öhlins-Federbein, eine einstellbare Gabel, LED-Doppelscheinwerfer, Quickshifter und Fahrmodi. So gesehen die Valentino-Rossi-Ausführung der MT-09. Der 847-ccm-Motor leistet unverändert 115 PS, das Gewicht bleibt bei 193 kg.

  • Yamaha MT-09 SP
  • Die überarbeitete Yamaha MT-07

Stephan Schätzl
Redakteur
Stephan Schätzl
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