Experten warnen:

06.11.2017 08:47

Verkehrslawine rollt weiter: Lösung nicht in Sicht

Die Kfz-Kolonne rollt und rollt. Davor bleibt das Burgenland nicht verschont. Besserung ist keine in Sicht, im Gegenteil: Der Transit-Verkehr auf Autobahnen und Schnellstraßen nimmt weiter zu. Das bestätigt eine aktuelle Analyse. "Hotspot" ist die A 4 bei Bruckneudorf mit mehr als 59.000 Pkw und Lieferwagen pro Tag.

Die Ergebnisse von 154 Zählstellen der ASFINAG im gesamten Bundesgebiet wertete der Verkehrsclub Österreich aus. "Auf den Autobahnen und Schnellstraßen im Burgenland waren heuer deutlich mehr Pkw und Kleintransporter unterwegs als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres", lautet das Resümee. Am meisten los ist auf der A 4 bei Bruckneudorf, das Verkehrsaufkommen stieg seit 2016 um vier Prozent an. Im Spitzenfeld liegt auch der Streckenabschnitt im Raum Parndorf mit 45.210 Fahrzeugen in 24 Stunden - ein Plus von 4,6 Prozent.

Weitere Daten: Auf der A 3 nahe Großhöflein wurden seit Jänner bis Anfang Oktober 35.140 Autos pro Tag gezählt (plus 2,9 Prozent), zwischen 19.210 und 19.840 Pkw waren es auf der S 4 bei Sigleß und Neudörfl sowie auf der A 6 nahe Potzneusiedl und der S 31 bei Eisenstadt. "Die Verkehrszunahme schwankt in diesen Fällen zwischen 1,6 und 3,3 Prozent", rechnet der VCÖ vor. Gefordert werden mehr Bahn- und Busverbindungen sowie ein besseres Mobilitätsmanagement.

Bislang jedoch wurden die Ratschläge auf die lange Bank geschoben. Flexibilität sei gefordert, heißt es.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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