"Krone"-Wahlstudio

12.10.2017 16:12

Strache: "Mitleid für Kern hält sich in Grenzen"

Seine Mutter wisse, dass er "ein herzlicher Mensch" sei - und nein, für seine Rolle als Staatsmann hätte er "nicht absichtlich" einige Kilo angelegt: Am Donnerstag beantwortete FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die sehr direkten und persönlichen Fragen des "Krone"-Innenpolitik-Experten Claus Pándi. Und der Eindruck täusche, dass er kaum Mitleid mit dem Kanzler hätte, sagte Strache im "Krone"-Wahlstudio.

"Herr Kern hat sich ja seine Berater selbst gewählt. Da hält sich mein Mitleid mit ihm in Grenzen", meinte Strache, als Claus Pándi und krone.tv-Moderator Gerhard Koller mehr über die aktuelle Stimmungslage zwischen dem FPÖ-Chef und dem SPÖ-Parteivorsitzenden wissen wollte. Dass er in Wahlduellen nicht extrem offensiv mit dem Kanzler diskutiert hätte, erklärt Strache auch: "Kern ist doch schon Geschichte. Da will ich nicht mehr hinhauen, wenn schon jemand am Boden liegt."

Trotz aller Vorkommnisse im Wahlkampf sei er für einen menschlich korrekten Umgang unter Politikern, sagt Strache im Talk: "Nach einer Auseinandersetzung muss man sich auch auf ein Bier zusammensetzen können. Das war mit Christian Kern durchaus sympathisch."

  • Heinz-Christian Strache, Gerhard Koller und Claus Pándi im "Krone"-Wahlstudio

"Nicht absichtlich" mehr Kilos angelegt
Im krone.tv-Talk wollte das Moderatoren-Duo aber auch Persönliches wissen. Pándi: "Haben Sie sich für die Rolle des staatstragenden Politikers extra einige Kilos angelegt? Damit man etwas gemütlicher wirkt?" Strache lacht: "Nein, das ist eine Alterserscheinung. Natürlich hab' ich jetzt etwas mehr, aber das ist ja auch nicht so schlecht." Und der FPÖ-Chef dementiert auch lachend, dass sein Arbeitstag erst ab 11 Uhr beginne: "Das ist jetzt wirklich eine gemeine Unterstellung."

  • Heinz-Christian Strache

"Antisemitismus wurde importiert"
Ebenso ein Thema im krone.tv-Talk: die Positionierung der FPÖ. Moderator Koller: "Warum kann sich die FPÖ nicht besser vom rechten Rand abgrenzen?" Strache antwortet: "Ich bemerke genau das Gegenteil: Wir haben eine klare Trennlinie zu jeder Form des Extremismus. Egal ob von rechts, links oder ob er sich hinter einer Religion versteckt. Was für Schaden von Rot-Schwarz angerichtet worden ist: Das sind die Hunderttausenden Personen, die man ins Land gelassen hat. Mit ihnen wurde ein dramatischer Antisemitismus importiert."

Das krone.tv-Team wollte aber noch etwas sehr Persönliches von Heinz-Christian Strache wissen - ob ihm seine Mutter nicht schon öfter zu einem Ausstieg aus der Politik geraten hätte. Der FPÖ-Chef: "Gar nie. Aber meine Mutter macht sich immer Sorgen. Sie reagiert natürlich viel sensibler auf Gemeinheiten gegen mich. Aber sie weiß ja wie ich bin: Sie weiß, dass ich ein herzlicher Mensch bin."

Die Spitzenkandidaten im "Krone"-Wahlstudio:

Richard Schmitt
Chefredakteur krone.at
Richard Schmitt
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