Guten Flug

12.10.2017 15:34

Geier Gypsi als Gast im Zoo

Gypsi ist ein kleiner Unglücks-Gänsegeier. Nachdem der Aasfresser sich schon einmal seine Handschwingen gebrochen hatte, wurde er jetzt völlig entkräftet und geschwächt aufgefunden. Dank einer Geierschutzinitiative kam er in den Zoo Salzburg, wurde geröntgt und erholt sich hinter den Kulissen von den Strapazen. Schon bald soll er die anderen Zoo-Gänsegeier kennenlernen.

Im Sommer 2016 wurde Gypsi (4) ausgehungert und schwer verletzt in Thüringen entdeckt. Er hatte sich die Handschwingen gebrochen und seine Schwungfedern waren beschädigt, offenbar weil er in eine Windkraftanlage gekommen war. Nach der Genesung wurde er in Baden Württemberg in die Freiheit entlassen, versehen mit einem Sender.

Dieser zeigte, dass Gypsi sich erst in der Schweiz aufhielt und den Sommer mit Artgenossen in den Westalpen verbrachte. Mitte September trennte er sich von der Gruppe. Mit den Herbststürmen trug es den Aasfresser nach Österreich. Ein Mitarbeiter des Zoo Schmieding in Krenglbach (OÖ) entdeckte das durchnässte und geschwächte Tier. Auf Initiative von Dieter Haas von der Geierschutzinitiative GESI, kam Gypsi nun in den Zoo Salzburg. Hier wurde er geröntgt. Wie sich zeigte, war Gypsi nicht angeschossen worden, einzig eine Bleivergiftung steht noch im Raum. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung stehen noch aus.

So oder so hofft man im Zoo, dass sich Gypsi mit den Gänsegeiern, die Hellbrunn regelmäßig besuchen, anfreundet. Allen voran Gundula, die schon 38 Jahre alt und ein regelmäßiger und gern gesehener Gast in Salzburg ist.

Iris Wind, Krone Salzburg

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