"Anti-israelisch"

12.10.2017 19:24

USA treten per 31. Dezember aus der UNESCO aus

Die USA treten per 31. Dezember 2017 aus der UN-Kulturorganisation UNESCO aus. Das ging am Donnerstag aus einer Erklärung des US-Außenministeriums hervor. Es begründete den Schritt unter anderem damit, dass die Organisation eine "grundlegende Reform" brauche und in zunehmendem Maße anti-israelische Positionen vertrete.

UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova sei formell über die Entscheidung der US-Regierung unterrichtet worden, hieß es. Hintergrund ist unter anderem der Streit über die Aufnahme Palästinas in die Organisation. Bokowa bedauerte die Entscheidung Washingtons zutiefst. Die Entscheidung sei ihr offiziell von US-Außenminister Rex Tillerson mitgeteilt worden. Der Austritt sei für "die Familie der Vereinten Nationen" und für den Multilateralismus ein Verlust, sagte Bokowa in Paris, wo die UNESCO ihren Sitz hat.

USA hatten schon 2011 Zahlungen gestoppt
Der Schritt werde zum 31. Dezember vollzogen, teilte das US-Außenministerium mit. Die Arbeit der UNESCO stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts. Nach der Aufnahme Palästinas in die Organisation hatten die USA 2011 ihre Zahlungen an die UNESCO gestoppt - dabei wären sie eigentlich der größte Beitragszahler. Im Sommer sorgte dann die Entscheidung, die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe zu erklären, für zusätzliche Empörung in Israel.

Auch Israel kündigt Austritt an
Nach den USA hat am Donnerstagabend auch Israel seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation UNESCO angekündigt. Das teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Donnerstag in Jerusalem mit.

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