Maschinelles Lernen

10.10.2017 11:49

Zukunftsvision: Hausbesichtigung per Satellit

Die Lage und der Zustand einer Immobilie bestimmen wesentlich deren Wert. Nun werden Methoden entwickelt, um Lage und Gebäudesubstanz durch bildgebende Verfahren, den Einsatz von Satellitenbildern und automatische Datenauswertung mittels maschinellem Lernen zu beurteilen. Die zusätzlichen Informationen könnten die Transparenz am Immobilienmarkt erhöhen und das Bewerten von Immobilien erleichtern.

Entfernungen zu Schulen und Geschäften, das Verhältnis zwischen Gebäude und Grundstück, die Lage von Grünflächen, Straßen und Erholungsflächen sowie der Abstand zu Nachbarhäusern - all dies beeinflusst die Entscheidung für oder gegen eine Immobilie und deren Wert. Viele dieser Informationen lassen sich aus Satellitenbildern ableiten.

Im Projekt ImmBild entwickeln die FH St. Pölten und die FH Kufstein ein Verfahren, um den Wert einer Immobilie mit Hilfe von Methoden der "Computer Vision" aus Satellitenbildern zu berechnen. Die damit verbundene Forschungsrichtung - Real Estate Image Analysis, kurz REIA - kombiniert immobilienwirtschaftliches Wissen mit automatisierter Bilderanalyse. Das Projekt entwickelt bildbasierte Methoden, mit denen sich durch Eingabe eines Satellitenbildes und vorgegebene Koordinaten eine automatisierte Abschätzung der Qualität einer lokalen Wohnlage ableiten lässt.

Erschließen einer neuen Informationsquelle
"Die aus Satellitenbildern extrahierten Informationen stellen eine neue und zusätzliche Informationsquelle für existierende Lagebewertungsmodelle dar, die bisher nicht berücksichtigt werden konnte. Die entwickelten Methoden und Lagemodelle erhöhen die Transparenz am Immobilienmarkt und können zum Bewerten der Immobilie und zum Ableiten des Mietzinses eingesetzt werden", sagt Matthias Zeppelzauer, Leiter des Projektteams an der FH St. Pölten.

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