"Bin sprachlos"

08.09.2017 08:19

Baustopp für Mauer: Das sagen die krone.at-Leser

Die "Bonzen-Mauer", wie sie von vielen schon geschimpft wurde, ist gestoppt - der Nacht-und- Nebel-Schutzwall gegen Terroristen um das Bundeskanzleramt sorgte für Ärger und tut es trotz der "Evaluierung" noch immer. Viele krone.at-Leser glauben nicht so recht an die Version, dass Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) von dem Bauvorhaben überrascht wurde. Was aber für die meisten nun viel wichtiger ist: Was passiert mit dem Graben im Regierungsviertel?

67 Meter lang und 80 Zentimeter hoch sollte sie werden - doch nun ist die geplante Errichtung der umstrittenen Anti-Terror-Mauer rund um den historischen Wiener Ballhausplatz Geschichte. Nach Rücksprache mit Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ) ließ Kern Donnerstagmittag einen sofortigen Baustopp verhängen. "Alleine die Idee einer Mauer im Regierungsviertel ist schon abzulehnen, die alles über eine Geisteshaltung sagt, die nicht die unsere ist", erklärte Kanzleramtsminister Drozda gegenüber der "Krone" zum Baustopp für die "Wiener Mauer".

Kern will von Bauvorhaben nichts gewusst haben
Kern und Drozda versicherten, dass sie von diesem Bauvorhaben nicht informiert gewesen seien. Drozda erklärte, er selbst sei von den Arbeiten überrascht worden. Auf erste Nachfrage habe man ihm nicht einmal sagen können, was es mit diesem Projekt auf sich habe. Nach ersten Nachforschungen in den zuständigen Abteilungen habe sich herausgestellt, dass es sich um eine Anti-Terror-Maßnahme handle. Zu diesem Zeitpunkt war die politische und mediale Kritik schon angelaufen.

Auch die Volksseele kocht - und die lässt sich nicht so leicht wieder besänftigen, wie auch ein Blick auf Postings auf krone.at zeigen. Adler78 ist "sprachlos" wegen der "Aktion mit der Mauer". Schuster zieht sogar Vergleiche zu Schildbürgerstreichen: "Die Bürger zu Schilda woan a lerchalschas gegenüber de verantwortlichen politika." strasbourger-reloaded formuliert es klipp und klar: "Genug der Worte ... Kern = not my Kanzler!" KKK3 hat einen Rat für die Regierung parat: "Erst denken, dann bauen! Nicht umgekehrt."

Im Kreuzfeuer der Kritik ist vor allem der Bundeskanzler, dem die Leser nicht glauben, dass er vom Bauvorhaben überrascht worden sei. GenderWahnsinn argumentiert wie folgt: "Unglaublich, im Sommer bringt der Kanzler den Arbeitern noch eine Kiste Bier vorbei und heute sagt er, er wusste nicht was vor seinem Haus gebaut wird. Tut mir leid, Herr KERN ist völlig ungeeignet, ein Land zu führen, da muss man sich nicht wundern, dass die ÖBB in Schulden erstickt, wenn dort auch so gearbeitet wurde." Primusmaximus schenkt der offiziellen Darstellung ebenfalls keinen Glauben: "Bin schon neugierig, wer dann den Bau veranlasst hat! Der Herr Dr. Haider aus dem Jenseits? Oder der russische Geheimdienst? Oder der Herr Silberstein? Bin echt neugierig!"

Während einige User vermuten, dass nach der Wahl ohnehin wieder weitergebaut werde, gibt es unter den Postings auch Vorschläge, wie man den Graben anderweitig nützen könnte. Hier ein paar der "kreativsten" Ideen: Primusmaximus schlägt vor, "das Ding zu fluten und in eine FKK-Begegnungszone umzuwandeln. Dann trifft geistig nackt körperlich nackt! Ich war schon immer für mehr Offenheit!" An das "größte Freiluftpissoir im Innenstadtbereich" denkt versteher. Da müsste man die Baustelle nämlich gleich so lassen, wie sie sei.

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