Bastelanleitung

07.12.2017 10:00

Wie Sie wunderschöne Kerzen selbst machen

Die Tage werden kürzer, und die langen Nächte im Winter laden dazu ein, von wunderschönem Kerzenlicht erhellt zu werden. Wer sich dabei nicht mit den gekauften Stücken zufriedengeben möchte, hat ganz einfach die Möglichkeit, individuelle und formschöne Kerzen selbst zu machen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Einkaufsliste
Um einfache weiße Paraffin-Kerzen zu gießen, brauchen Sie zunächst Gießwachs - am besten in Granulatform - das Sie in jedem Bastelgeschäft bekommen. Für die Dosierung können Sie sich als Faustregel merken, dass Sie für einen Milliliter Kerze etwa ein Gramm Wachs brauchen. 100 Gramm Wachsgranulat reichen also etwa für eine Kerze mit 100 Milliliter Füllvolumen. Sie bekommen das Wachs in Packungseinheiten von 500 Gramm aufwärts.

Wollen Sie farbige Kerzen herstellen, gibt es sogenanntes Färbewachs. Dieses wird üblicherweise in der Form von Kügelchen oder Raspeln angeboten. Sie können damit entweder das gesamte Wachs einheitlich färben oder durch Einstreuen tolle Effekte erzeugen.

Kerzenformen
Weiters brauchen Sie Formen zum Gießen sowie Dochtmaterial. Hinsichtlich der Formen gibt es wiederverwendbare Kerzenformen in vielen verschiedenen Größen und Formen. Eine einfachere Möglichkeit besteht darin, das Wachs direkt in alte Teelichter oder kleine und größere Gläschen einzufüllen. Sehr schön sind auch Kerzen, die in Wein- oder Sektgläser gegossen werden. Der Docht sollte vom Durchmesser zum geplanten Kerzenvolumen passen - diese Informationen finden Sie direkt auf der Dochtverpackung.

Kerzen gießen
Der erste Schritt besteht aus dem Schmelzen des Wachsgranulats. Dabei ist wichtig, dass das Erhitzen nicht zu schnell vonstattengeht. Eine sanfte Methode ist das Schmelzen im Wasserbad: Dazu stellen Sie ein Gefäß aus Metall oder Glas ins heiße Wasserbad und lösen das Wachs in diesem Gefäß auf.

Am besten geben Sie auch gleich den Löffel hinzu, mit dem Sie das Wachs später in die Form gießen möchten, damit dieser gleich die richtige Temperatur hat. Denn verwenden Sie einen kalten Löffel, härtet das Wachs gleich beim Umschöpfen auf dem kühlen Metall aus.

Dann den Docht vorbereiten: Dazu wird dieser durch das flüssige Wachs gezogen und nach kurzem Abkühlen gerade gezogen (das Wachs muss hierfür noch eine gewisse Viskosität aufweisen und darf noch nicht vollständig erstarrt sein). Die Kerzenform sollte so präpariert werden, dass der Docht mittig in die Form hineinhängt. Das schaffen Sie, indem Sie den Docht an einem Schaschlik-Stäbchen oder Zahnstocher mit einem normalen Zwirn fixieren und das Stäbchen auf die Öffnung der Form legen.

Ist das Wachs geschmolzen, können Sie mit dem Einfüllen beginnen. Besonders schöne Effekte erzielen Sie, wenn Sie mit verschiedenen Farben arbeiten, die Sie in Schichten übereinander füllen. Sie können diese schön ineinander ziehen, solange das Wachs seine flüssige Konsistenz hat. Probieren Sie einfach aus, wie sich die unterschiedlichen Härtungsstufen des Wachses gut ineinander verarbeiten lassen - hierfür ist ein wenig Erfahrung erforderlich.

Auch können Sie Dekoelemente bei Verwendung von Glasformen einbauen: Diese mit etwas Heißkleber oder einem Tropfen Wachs an der Glasinnenwand fixieren und dann das Wachs schichtweise eingießen. Auch können Sie mit farblosem Wachs Formen an die Innenseite des Glases zeichnen und anschließend wieder das gefärbte Wachs nach und nach eingießen, dadurch entsteht ein schöner Schleiereffekt.

Haben Sie mit wiederverwendbaren Formen gearbeitet, können Sie die Außenseite der Kerzen auch nach Entfernen der Form mit Wachsplättchen, -kügelchen oder -flocken verzieren.

Kerzen verzieren
Wollen Sie nicht selbst gießen, können Sie auch Kerzenrohlinge (also fertige weiße Kerzen) und das Dekomaterial kaufen. Letzteres sind bunte Wachsplatten, aus denen Sie verschiedenste Elemente ausstanzen und anschließend aufkleben können, sowie Schmuckelemente, wie metallische Borten oder Schmucksteinchen, die Sie einfach auf die Kerze aufkleben.

Hilde Lang
Hilde Lang
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