Beamter griff zu Waffe

17.05.2018 10:22

Betrunkener verletzte sich selbst: Schussabgabe

Mit einem Schuss aus der Dienstwaffe hat ein Polizist am Mittwochvormittag einen 54-Jährigen daran gehindert, sich weiter selbst mit einem Messer zu verletzen. Die dramatischen Szenen spielten sich im steirischen St. Georgen am Kreischberg ab. Beamte hatten den stark alkoholisierten Mann in einem abgestellten Auto entdeckt.

Gegen 9.30 Uhr entdeckte die Polizeistreife das abstellte Fahrzeug am Fahrbahnrand, und am Fahrersitz den 54-Jährigen, der laut Exekutivangaben „augenscheinlich Hilfe benötigte“. Der Mann war stark alkoholisiert, wie ein Alkovortest ergeben sollte. Als einer der Polizisten zum Streifenwagen zurückging, um den Alkomaten zu holen, blieb sein Kollege beim 54-Jährigen stehen. Plötzlich griff dieser zu einem Messer und begann sich damit am Hals zu verletzen.

Pfefferspray zeigte keinerlei Wirkung
Der bei ihm wartende Beamte reagierte sofort, zog seinen Pfefferspray und „versuchte so die Selbstverletzung des 54-Jährigen zu verhindern“, so die Exekutive. Auch der Kollege eilte zum Wagen und setzte Pfefferspray an, doch der Alkoholisierte ließ sich davon nicht behindern und verletzte sich weiter. „Aus diesem Grund zog ein Polizist seine Dienstwaffe und schoss dem 54-Jährigen aus nächster Nähe gezielt auf die messerführende Hand. Der Schuss traf den 54-Jährigen in den Unterarm, wobei ihm das Messer aus der Hand fiel“, hieß es weiter.

Der Verletzte wurde von den Polizisten aus dem Fahrzeug geholt, danach leisteten die Beamten Erste Hilfe und alarmierten das Rote Kreuz, das die weitere Versorgung des Mannes übernahm und ihn ins Krankenhaus brachte. Weder die Schnitt- noch die Schussverletzung seien lebensbedrohlich, hieß es.

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