Millionencoup

17.05.2018 07:12

Mexiko untersucht mögliche Cyberattacke auf Banken

Nach der Cyberattacke auf die mexikanische Zentralbank, bei der Hacker mutmaßlich eine Millionensumme von mehreren Bankkonten erbeuteten, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Die Strafverfolgungsbehörde gehe dabei verschiedenen Ermittlungssträngen nach, erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Betroffen war demnach das elektronische Bezahlsystem SPEI der mexikanischen Zentralbank, das von mehreren anderen Banken genutzt wurde. Die Zentralbank machte zunächst keine Angaben zur Höhe des Schadens. Das Wirtschaftsmagazin „El Financiero“ schätzt jedoch, dass rund 400 Millionen mexikanische Pesos (rund 17 Millionen Euro) entwendet wurden. Bei dem Geld soll es sich um das Vermögen der Banken, nicht um Einlagen von Kunden handeln.

Notenbankchef Alejandro Diaz de Leon sagte am Montag, das Problem sei Ende April gemeldet worden. Alle Informationen deuteten auf eine Cyberattacke hin. Der größte Schaden entstand offenbar bei Banorte mit Sitz in Monterrey. Nach der mutmaßliche Attacke kündigte die mexikanische Zentralbank die Gründung einer Abteilung für Cybersicherheit an.

SPEI ähnelt dem internationalen Banken-Transaktionssystem Swift, das Hacker in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Internet-Diebstählen genutzt haben.

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