Ziel noch möglich

17.05.2018 06:38

Kantinenverbot für Frenkie Schinkels

Als Frenkie Schinkels im Vorjahr als Sportchef und Trainer zum Kremser SC geholt wurde, hatte er nur einen Auftrag: Aufstieg von der Landes- in die Ostliga 2019, wenn der Klub sein 100-Jahr-Jubiläum feiert. Mittlerweile darf der Heilsbringer aber nicht einmal mehr in die Kantine - eine Posse vom Feinsten! Im Video oben sehen Sie das aktuelle Sportstudio!

Einen Monat nachdem Präsident Othmar Seidl Schinkels zum KSC geholt hatte, wurde mit Dietmar Pirker ein neuer Obmann gewählt. „Einer, der vom Fußball keine Ahnung hat. Sorry, aber der denkt als Immobilienmakler nur in Quadratmetern . . .“ Schinkels hatte sich also schnell eine Meinung vom neuen Chef gebildet. Umgekehrt jedoch auch. Es wurde gestichelt, aus Ablehnung entstand eine Art Hass.

Als sich Schinkels nach dem Sieg gegen Spratzern am 13. April vor versammelter Menge von Pirker (unten im Bild, rechts mit Schal) provoziert fühlte, eskalierte die Lage.  „Wir kamen uns sehr nahe, er schrie um Hilfe -  meine Frau konnte mich schließlich zurückhalten“, schildert Schinkels. Vier Tage nach dem Vorfall erhielt er einen eingeschriebenen Brief, worin ihm VIP-Klub- und Kantinen-Verbot erteilt wurde! Unterzeichnet vom gesamten Vorstand mit Ausnahme von Klubmanager Georg Stierschneider.  

Nur vier Punkte Rückstand
„Eigentlich ein Wahnsinn, dass die Herren seit über zwei Monaten keine Spielergagen mehr auszahlen und nun der Kantine einen ihrer drei Top-Kunden wegnehmen“, legt Schinkels schmunzelnd nach. Im Wissen, dass er die Saison zwar fertig machen darf, danach aber gehen muss. „Normal müsste ich jetzt schon das Handtuch werfen, aber ich habe ein Abkommen mit der Mannschaft. Wir liegen nur vier Punkte hinter dem Ersten, vielleicht schaffen wir es bereits heuer.“

Eine Meisterfeier am Platz? Ginge nur, wenn jemand für Frenkie die Getränke holt . . .

Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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