Stille Bedrohung

17.05.2018 06:00

Den Blutdruck in den Griff bekommen

Nahezu jeder vierte Österreicher leidet an Bluthochdruck, rund die Hälfte davon sind Patienten über 60 Jahre. Häufig bleibt das Leiden über Jahre unentdeckt und somit unbehandelt - mit schwerwiegenden Folgen. Regelmäßige Kontrollen können Leben retten.

Die Zahlen sind erschreckend:  Arterielle Hypertonie, so der medizinische Fachausdruck, ist für mehr als zwei Drittel aller Schlaganfälle und über die Hälfte aller Herzinfarkte verantwortlich. Dabei lässt sich ein zu hoher Blutdruck recht gut behandeln. Die Gefahr liegt darin, dass die Erkrankung kaum Beschwerden verursacht und dadurch häufig viele Jahre unbemerkt bleibt. Auf Dauer führt dies zur Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems, der inneren Organe oder Augen. 

Frühzeitig erkennen
Durch rechtzeitige Diagnose und Therapie lassen sich Folgeschäden vermeiden. Voraussetzung dafür ist eine möglichst frühzeitige Erkennung, die sich oft als schwierig erweist. Symptome wie Schwindelgefühl, morgendlicher Kopfschmerz, Übelkeit, Müdigkeit, Nasenbluten, Ohrensausen, Nervosität, Schlafprobleme, Sehstörungen, ein gerötetes Gesicht oder Atembeschwerden werden meist nicht als besorgniserregend betrachtet. Der Arzt stellt Bluthochdruck häufig nur im Zuge einer Routineuntersuchung fest. Die richtige Diagnose erfolgt nach mehreren Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten. Wird der Wert von 140/90 mmHg dauerhaft erreicht oder sogar überschritten, liegt eine Hypertonie vor.

Richtig gegensteuern
In den meisten Fällen erfolgt nach der Diagnose eine medikamentöse Einstellung, die den Blutdruck langfristig reguliert. Neben regelmäßiger Kontrollen sind einfache Lebensstiländerungen sowie Ausschaltung der Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, hoher Alkoholkonsum, Rauchen und Stress wichtige Eckpfeiler der Vorsorge.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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