Echt patriotisch?

15.05.2018 16:16

Eishockey-Liga pfeift auf Österreichs Nationalteam

Mit einer starken Leistung und dem 3:4 gegen Tschechien ist für Österreich am Montagabend die Eishockey-A-WM in Kopenhagen zu Ende gegangen! Ein Turnier, dem zwei Spieler ihren Stempel aufdrückten: Der später angereiste Michael Raffl traf in fünf Partien viermal - so oft scorte zuletzt Thomas Vanek 2013 bei einer A-WM für unser Team! In puncto Effizienz (vier Treffer mit elf Torschüssen) zählte Raffl sogar zu den Top-Akteuren der WM-Vorrunde.

Die vier Punkte, die zum Klassenerhalt reichten, waren ein großer Verdienst Bernhard Starkbaums: Der Keeper glänzte gegen die Schweiz und landete beim 4:0 gegen Weißrussland sein allererstes Shut-out bei einer WM. Stark auch Dominic Zwerger, der mit 21 Jahren seinen Mann im Rink stand - ebenso wie Peter Schneider, Alexander Rauchenwald und mit Abstrichen Martin Schumnig und Lukas Haudum.

Ganz oben im VIDEO sehen Sie die finalen Sekunden des „Abstiegs-Finales“!

Goalie Starkbaum vertragslos
Auf das Gros der Teamspieler wartet nach der Sommerpause wieder der Liga-Alltag. Wo etwa Starkbaum noch ohne Klub für nächste Saison dasteht. Ebenso Patrick Spannring. Eine Situation, die unbefriedigend ist und kein gutes Licht auf die ohnehin stark in der Kritik stehende EBEL wirft - welche lieber Legionäre aus Übersee, die dort zum überwiegenden Teil maximal zur Drittklassigkeit taugen, an Bord holt, als (jungen) heimischen Spielern eine echte und faire Chance zu geben.

Bader steht mit seinem Anspruch („Ich will, dass meine Spieler regelmäßig spielen, auch in brenzligen Phasen - egal in welcher Liga“) in Österreich alleine da. Zumal zwei Welten aufeinandertreffen: Der Stratege Bader plant mittelfristig bis zu Olympia 2022, die Liga-Bosse denken in Wochenzyklen - verfallen, wenn es nicht läuft, rasch in Panik. Unterstützung erfährt Bader, seit er in Österreich ist, halbherzig bis gar nicht. Den eigenen Verband miteingeschlossen. Traurig. So ist der nächste Abstieg aus der A-Gruppe leider nur eine Frage der Zeit.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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