„Krone“-Ombudsfrau

16.05.2018 06:00

Kranken-Versicherung kündigte Vertrag von Bub (4)

Mit dem Slogan „Ohne Wenn und Aber“ bewirbt eine österreichische Versicherung ihre Produkte. Glauben kann diesen Satz eine Familie aus Wien nicht. Die schildert glaubhaft, von einer Erkrankung ihres Sohnes nicht gewusst zu haben. Trotzdem hat das Unternehmen die Zusatzversicherung des Buben gekündigt!

Bei einer Untersuchung vor ca. sechs Monaten wurde beim vierjährigen Sohn von Judith H. und David C. eine Ungleichheit der Arme festgestellt. Vermutet wurde eine Erkrankung im rechten Arm, ohne Diagnose, bis heute. Ergotherapie wurde verordnet, was hohe Kosten bedeutet. Glück im Unglück, dachte Frau H., hatte ihr Lebensgefährte für sich und den Sohn doch eine Wahlarztversicherung abgeschlossen. Kosten für das Kind: 11,52 Euro pro Monat, maximale Leistung: 1200 Euro pro Jahr. Doch statt die Rechnungen zu zahlen, wurde der Vertrag des Buben von der Versicherung gekündigt.

„Man wirft uns vor, eine Krankheit verschwiegen und falsche Angaben gemacht zu haben“, ist Judith H. empört. Die Armlängendifferenz würde ja nicht von einem Tag auf den anderen auftreten und hätte bekannt gegeben werden müssen, so die Argumentation. Bisher behandelnde Ärzte bestätigten jedoch, dass es keine Auffälligkeiten gegeben habe. Trotzdem blieb man bei der Kündigung.

  • Behandelnde Ärzte und auch die Kindergruppe, die der Bub besucht, bestätigten, dass es keine Auffälligkeiten gegeben habe.
    Behandelnde Ärzte und auch die Kindergruppe, die der Bub besucht, bestätigten, dass es keine Auffälligkeiten gegeben habe.

Nachdem sich die Ombudsfrau einschaltete, bot die muki-Versicherung zunächst an, den rechten Arm des Buben aus der Versicherung auszuschließen. Kürzlich wurde ein Tumor unter dem Schlüsselbein des Kindes festgestellt, worüber wir das Unternehmen informierten und um neuerliche Überprüfung des Falles ersuchten. Laut muki habe man erst durch uns von dem Tumor erfahren. Man biete nun gegen einen Zuschlag von 11,52 Euro - also in Summe für die doppelte Prämie - vollen Versicherungsschutz.

Lösung ohne Wenn und Aber doch noch möglich?
Ein Vorgehen, das nicht nur die Eltern, sondern auch Ihre Ombudsfrau angesichts der Umstände als Affront empfinden! Vielleicht gibt es ja doch noch eine Lösung? Ohne Wenn und Aber?

 Ombudsfrau
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