Chronische Darmleiden

16.05.2018 06:00

Mehr Informationen für CED-Patienten

Bis zu 80.000 Österreicher kämpfen mit den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Jedes Jahr kommen 1500 weitere dazu. Nach der Diagnose herrscht oft Ratlosigkeit, es fehlen Informationen. Der „CED-Kompass“ soll das ändern.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) beginnen meist im jungen Erwachsenenalter zwischen 18 und 40 Jahren und „erwischen“ die Betroffenen mitten im Leben. „Das ist für die Betroffenen äußerst belastend: Nicht nur die blutigen Durchfälle, Bauchschmerzen, Fieber und die möglichen Folgen wie Inkontinenz, erhöhtes Krebsrisiko oder notwendige Operationen. Die Krankheit beeinflusst auch Beruf und Freizeitgestaltung“, so Prof. Dr. Harald Vogelsang, CED-Ambulanz AKH Wien. Der Verlauf der Erkrankung präsentiert sich nach wie vor als meist unvorhersehbar. Man kann sie nicht heilen, wenngleich in der medizinischen Therapie viele Fortschritte zu verzeichnen sind. Die eingesetzten Medikamente reichen von Kortison über Immunsuppressiva bis zu Biologika (sog. Antikörper).

Um nicht den Überblick zu verlieren und nach der Diagnose nicht überfordert, verzweifelt und ratlos zu sein, sollten Betroffene von Experten beraten werden. "Mit dem CED-Kompass wollen wir erreichen, dass diese sich mit ihrer Erkrankung nicht mehr alleine fühlen“, betont Tobias Kasa MsC, Study Nurse an der MedUni Wien und Vorstand von CED-Nursing Austria. „Außerdem bekommen sie bei uns kompetente Antworten auf Fragen, die sie sonst unter Umständen aus fragwürdigen Quellen beziehen würden.“

Der CED-Kompass umfasst mehrere Beratungsangebote: Informationen liefert ab nun eine telefonische Helpline (01/ 2676167), die von CED-Nurses (speziell ausgebildetet Pflegekräfte) betreut wird. Weiters ist ein WhatsApp-Infochannel erhältlich, ebenso können per Mail (meinefrage@ced-kompass.at) Fragen gestellt wwerden.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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