Schwere Tierquälerei

17.04.2018 12:23

Braunbär muss russische Fußballfans unterhalten

Ein dressierter Braunbär, der bei einem Fußballspiel in der zweiten russischen Liga zwischen dem FC Mashuk-KMV Pyatigorsk und dem FC Angusht Nazran den Ball „übergeben“ und die Tatzen zusammenschlagen musste, hat entsetzte Reaktionen von Tierschützern weltweit ausgelöst.

Martina Pluda von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ dazu: „Vor Publikum muss der Bär unnatürliche Bewegungsabläufe ausführen. Der Trubel und der Lärm eines Fußballspiels bedeuten immensen Stress für das hochsensible Wildtier. Wir verurteilen  jeglicheAusbeutung von Wildtieren für Unterhaltungszwecke rigoros! Der Auftritt ist darüber hinaus mit großen Sicherheitsrisiken verbunden.“ Zwar trage der Bär einen Maulkorb, jedoch könne er mit seinen Krallen Menschen schwer verletzen.

Man muss jedoch nicht bis nach Russland schauen, um solch eine schockierende Tierquälerei zu sehen: Auch in Bulgarien, der Ukraine, im Kosovo oder in Vietnam werden Bären für Unterhaltungszwecke oder auch für die traditionelle chinesische Medizin missbraucht. Pluda: „In den letzten Jahren haben wir es geschafft, viele Bären aus solchen grausamen Haltungsbedingungen zu retten und in unseren Bärenschutzzentren, unter anderem im niederösterreichischen Arbesbach, unterzubringen. Wir hoffen, dass die Politiker und Behörden, in Ländern wo diese Tierquälerei nach wie vor geduldet wird, rasch umdenken. Bis dahin werden wir weiterhin für den Schutz von Bären kämpfen."

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