Coups in Tirol

16.04.2018 22:23

Online-Betrüger: Geld für manipuliertes Ligaspiel

Opfer von dreisten Internet-Betrügern wurden dieser Tage ein Innsbrucker (20) und ein Unterländer (23). Ersterer wurde von Unbekannten auf Facebook angeschrieben und unter Androhung von Gewalt dazu aufgefordert, Geld auf ein bosnisches Konto zu überweisen. Es sollte auf ein manipuliertes Ligaspiel in England gesetzt werden. Der Unterländer hingegen bestellte im Web ein landwirtschaftliches Gerät. Trotz Überweisung des geforderten Betrages kam der „Rundballenwickler“ nicht an.

Fall 1: Montag Mittag zeigte der 20-jährige Innsbrucker bei der Polizei an, dass er im Internet betrogen und erpresst wurde. „Das Opfer wurde dabei von Unbekannten via Facebook kontaktiert und dazu überredet, einen Geldbetrag via Western Union nach Bosnien zu überweisen“, heißt es von Seiten der Polizei.

Geld sollte auf manipuliertes Ligaspiel gesetzt werden
Der Geldbetrag sollte angeblich auf ein manipuliertes Ligaspiel in England gesetzt werden. „Nachdem das Opfer einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag überwiesen hatte, wurde es erneut telefonisch kontaktiert und von der unbekannten Täterschaft unter Androhung von Gewalt zu weiteren Überweisungen aufgefordert“, so die Ermittler weiter. Der 20-Jährige ließ sich nicht weiter einschüchtern und erstattete schließlich die Anzeige.

Bestellter „Ballenwickler“ kam nie an
Fall 2:
Unliebsame Bekanntschaft mit Betrügern machte auch der 23-jähriger Unterländer. Der Betreiber eines Lohnunternehmens suchte im Internet nach einem „Rundballenwickler“ und wurde laut Polizei auch rasch fündig. Er erwarb das landwirtschaftliche Gerät und überwies einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag auf ein spanisches Konto. „In der Folge erhielt er per Mail eine Eingangsbestätigung und die Mitteilung, dass das Gerät mittels einer Transportfirma an seine Adresse zugestellt wird.“

Geliefert wurde bis dato nichts. Das Geld ist futsch. Mehrere Versuche, mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen, scheiterten.

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