Wirbel in Freistadt:

16.04.2018 19:00

Opposition macht Druck auf ÖVP-Bürgermeisterin

Wird Bettina Braunau sich noch einmal umentscheiden? Nach ihrer Kündigung als Stadtmanagerin von Freistadt in der Vorwoche gehen die Wogen im Mühlviertel weiterhin hoch. Die Freistädter Oppositionsparteien fordern, dass sie bleibt und machen gemeinsam Druck auf die Bürgermeisterpartei ÖVP.

Nach ihrer Kündigung ist Braumann nun - trotz dreimonatiger Kündigungsfrist - im Zeitausgleich. „Wie lange ich bleibe, wird sich zeigen“, so die Linzerin, die im Oktober ihren Job angetreten hat. Wie berichtet, hörte sie wegen zu großer ÖVP-Einflussnahme auf.

Parteien sprechen von Schaden für Freistadt
Dass ihr Abgang politisch so einen Wirbel auslösen würde, damit hat die 33-Jährige nicht gerechnet. Die Opposition (SP, FP, Grüne, Bürgerliste WIFF) will, dass Braumann bleibt, spricht von einem „Schaden für die Stadt“, den die ÖVP zu verantworten habe. Eine Rückkehr schließt sie gegenüber der „Krone“ zumindest nicht gleich aus: „Da müsste sich viel ändern. Die politische Steuerung geht gar nicht.“

Bürgermeisterin im Kreuzfeuer der Kritik
Für WIFF-Obmann Rainer Widmann ist das Bleiben Braumanns die letzte Chance für das Stadtmarketing: „Wenn sie nicht bleibt, ist die Abteilung tot.“ Nach dem Wirbel fordert Widmann sogar den Rücktritt von VP-Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer. So weit will SP-Stadtvize Christian Gratzl nicht gehen: „Ich denke aber, dass die Arbeit der Stadtchefin verbesserungswürdig wäre.“

  • Stadtmanagerin Bettina Braumann (li.) ist mit der Einmischung der ÖVP unter Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer nicht einverstanden.
    Stadtmanagerin Bettina Braumann (li.) ist mit der Einmischung der ÖVP unter Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer nicht einverstanden.

„Nachfolge der Stadtmanagerin regeln“
Paruta-Teufer will die Nachfolge Braumanns dagegen rasch regeln - und die Stelle am liebsten mit einem Freistädter oder einer Freistädterin besetzen. Nach der Kündigung Braumanns verkündete die Stadtchefin ja, dass sie mit deren Arbeit nicht immer ganz zufrieden gewesen wäre

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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