„Mission to the Moon“

11.04.2018 14:52

Red Bull setzt 2019 private Mondlandung in Szene

Am 21. Juli 1969 hat Neil Armstrong im Rahmen der „Apollo 11“-Mission als erster Mensch den Mond betreten. Zum 50-Jahre-Jubiläum dieses Ereignisses will das Red Bull Media House in Zusammenarbeit mit mehreren Unternehmen und einer Gruppe ursprünglicher „Teilzeit-Forscher“ mit starkem österreichischen Anteil in der zweiten Jahreshälfte 2019 ein mediales Ereignis steigen lassen, das mit der Mondlandung 1969 vergleichbar ist. Unter dem Titel „Mission to the Moon“ will man die erste privat finanzierte Mondmission in Szene setzen.


Laut auf der Fernseh-Fachkonferenz MipTV in Cannes vorgestellten Plänen wird Red Bull als exklusiver Medienpartner für die weltweite Produktion und Vermarktung der von dem Berliner Unternehmen PTScientists für die zweite Hälfte des nächsten Jahres geplanten unbemannten Mondmission fungieren.

50 Jahre nach der ersten Mondlandung
An der Umsetzung des ehrgeizigen Ziels, den ersten komplett privat finanzierten Mondflug zu absolvieren, arbeiten Experten rund um Firmengründer Robert Böhme bereits seit rund zehn Jahren. „Wir wollen einen ,Apollo-Moment‘ für eine neue Generation erzeugen“, so Böhme in einer Aussendung.

  • Neil Armstrong und Buzz Aldrin waren anno 1969 die ersten Menschen auf dem Mond.
    Neil Armstrong und Buzz Aldrin waren anno 1969 die ersten Menschen auf dem Mond.

Google-Wettbewerb als Initialzündung
Der Auslöser für das Vorhaben war ein 2007 von der Firma Google ausgelobter Wettbewerb. Im Rahmen des Google-Lunar X-Price (GLXP) winkten 30 Millionen Dollar für jenes zumindest zu 90 Prozent aus privaten Mitteln finanzierte Team, dessen Mondfahrzeug (Rover) 500 Meter auf dem Erdtrabanten zurücklegt. Diese Idee hat auch eine Gruppe Techniker und Forscher von Berlin ausgehend dazu motiviert, sich 2008 unter dem Namen „Part Time Scientists“ (PTScientists) an die Arbeit zu machen.

Zahlreiche Österreicher im Team
Das mittlerweile professionalisierte Team der einstigen „Teilzeit-Forscher“ besteht laut dem aus Österreich stammenden technischen Leiter, Jürgen Brandner, rund zur Hälfte aus Österreichern. Um den Sieg beim Wettbewerb rittere man mittlerweile nicht mehr. In Zusammenarbeit mit den Technologiekonzernen Audi und Vodafone gehen die PTScientists eigene Wege. So konnte der Rover namens „Audi Lunar Quattro“ (Bild unten) etwa 2017 in einigen Szenen des neuesten Ablegers der Alien-Filmreihe „Alien: Covenant“ platziert werden.

  • Der „Audi Lunar Quattro“
    Der „Audi Lunar Quattro“

Nicht ohne medienwirksamen Hintergedanken hat PTScientists als Landeplatz am Mond auch das Taurus-Littrow-Tal ausgewählt. Diese Gegend war bereits das Ziel der „Apollo 17“-Mission im Dezember 1972 und damit der bisher letzte Platz, an dem Menschen den Mond betreten haben. Nicht weit von dem historischen Landeplatz entfernt sollen 2019 zwei Mond-Fahrzeuge mit der etwa 210 Kilogramm schweren Landeeinheit „ALINA“ (Autonomous Landing and Navigation Module) auf dem Mond abgesetzt werden.

  • Die rund 210 Kilogramm schweren Landeeinheit „ALINA“
    Die rund 210 Kilogramm schweren Landeeinheit „ALINA“

Geplant ist dann ein Besuch der Vehikel an jenem Platz, wo nach wie vor u.a. der Unterbau der „Apollo 17“-Landefähre und das Mondauto „Lunar Roving Vehicle“ steht, mit dem einst die US-Astronauten Gene Cernan (Bild unten) und Harrison Schmitt mehr als 30 Kilometer auf der Mondoberfläche zurückgelegt hatten.

  • "Apollo 17"-Kommandant Eugene Cernan am 12. Dezember 1972 auf dem Mond
    "Apollo 17"-Kommandant Eugene Cernan am 12. Dezember 1972 auf dem Mond

Bilder vom Erdtrabanten in HD-Qualität
Übertragen will man dieses Medien-Ereignis und die wissenschaftliche Daten mittels eines von Vodafone eigens am Mond eingerichteten 4G-Netzwerks in HD-Qualität, heißt es. Als weitere Technologiepartner sind der Schweizer Uhrenhersteller Omega, Infineon und die Schweizer Schuhmarke On mit an Bord.

  • Die dunklen Mare auf dem Mond
    Die dunklen Mare auf dem Mond

Drei Live-Sendungen und Doku geplant
Das Red Bull Media House wird das Vorhaben breit begleiten, um die „Story der Mission zu erzählen“: So sind etwa drei Live-Sendungen sowie eine von den Terra Mater Factual Studios produzierte dreiteilige Dokumentationsreihe geplant. Bespielt werden auch Online-Kanäle und die sozialen Medien. Darüber hinaus wird Red Bull etwa auch einen Missions-Soundtrack, Bücher und Magazine beisteuern.

 krone.at
krone.at

Mehr Storys

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).