Leistungs-Upgrade

14.04.2018 08:55

Sony RX10 IV: Zoom-starker Allrounder im Test

Mit der RX10 IV hat Sony die neueste Generation seiner Bridgekamera auf den Markt gebracht. krone.at hat getestet, wie sich der Zoom-starke Allrounder schlägt und verrät, worin er sich von seinem Vorgänger unterscheidet.

Gegenüber dem Vorgängermodell hat sich auf den ersten Blick bei der Sony RX10 IV wenig getan: Brennweite (24-600 mm entsprechend Kleinbild), Blende (F/2.4-4), Auflösung (20 Megapixel), ISO-Empfindlichkeit (100-12.800, erweiterbar auf 64-25.600), elektronischer Sucher sowie der elektronische Verschluss mit einer maximalen Verschlusszeit von 1/32.000 Sekunde sind ident. Auch die Fähigkeit, 4K-Videos mit bis zu 30 Frames pro Sekunde zu schießen, wurde beibehalten.

Wären da nicht die römische „IV“ und der neue Modus „AF-A“ am frontseitigen Fokusschalter, die RX10 IV ließe sich nicht von der RX10 III unterscheiden. Schließlich stimmen auch Abmessungen und Gewicht (1095 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte) der beiden Kameras überein.

Schnellerer Bildprozessor und Autofokus
Ein paar – durchaus essentielle – Änderungen gibt es dann aber doch. Die vielleicht wichtigste: Die neue Generation des BIONZ-X-Bildprozessors arbeitet deutlich schneller. Waren beim Vorgänger im Zusammenspiel mit dem nach wie vor ein Zoll großen Exmor-RS-CMOS-Sensor maximal 14 Bilder in Serie pro Sekunde möglich (davon allerdings nur 5,5 mit Schärfenachführung), so schießt die RX10 IV nun bis zu 24 Bilder pro Sekunde mit Autofokus-Tracking.

Gleichzeitig wurden die Buffer-Kapazitäten verbessert, sodass sich nun – eine entsprechend flotte Speicherkarte vorausgesetzt - statt vormals 50 bis zu 249 JPEGs speichern lassen, ehe die Kamera ins Straucheln gerät.

Die zweite wichtige Neuerung betrifft den Fokus: Dieser visiert Motive nicht nur schneller an (0,03 vs 0,09 Sekunden), sondern verfügt statt der 25 Kontrastfokuspunkte der RX10 III nun über 315 Phasen-Detektions-Autofokuspunkte, die zusammen 65 Prozent der Sensorfläche abdecken und selbst schnell bewegende Objekte schnell und zuverlässig erfassen.

Sony spendiert der RX10 IV zudem mit AF-A einen neuen Fokusmodus, der automatisch zwischen einfachem und kontinuierlichem Autofokus wechselt.

Schärfe per Touch
Ebenfalls neu in diesem Zusammenhang: Dank nun vorhandenem Touch-Display lässt sich mittels Fingerzeig bestimmen, was scharfgestellt werden soll - selbst bei gleichzeitigem Blick durch den elektronischen Sucher. Das drei Zoll große LCD-Display selbst ist nach wie vor kippbar, löst mit 1,44 gegenüber rund 1,23 Millionen Pixeln allerdings geringfügig höher auf.

Für Videofilmer interessant sein dürften neben einem verbesserten Fokus-Peaking vor allem die gesteigerten Super-Slow-Motion-Fähigkeiten. So lassen sich nun - bei verringerter Auflösung von 912 x 308 Pixeln - vier Sekunden lange Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 1000 Bildern pro Sekunde aufnehmen. In Full-HD sind es immerhin 120 Frames pro Sekunde.

Testbilder

  • 24mm
    24mm
  • 600mm
    600mm

Verbesserungen gibt es auch in puncto Bedienung. So können nun softwareseitig häufig benötigte Funktionen in einem eigenen Menü als Favoriten abgespeichert werden, zudem lassen sich benutzerdefinierte Einstellungen etwa für Belichtung für den Schnellzugriff einer bestimmten Taste zuordnen.

Die bereits bekannten Objektivringe für Blende, Zoom und Fokus erleichtern die Bedienung zusätzlich. Wer allerdings schnell manuell vom Weitwinkel- in den Tele-Bereich (und umgekehrt) zoomen möchte, muss sich gedulden – die insgesamt 18 in 13 Gruppen zusammengefassten Linsen des Objektivs wollen schließlich erst einmal bewegt werden.

Preis
Last, but not least hat die RX10 IV noch ein Bluetooth-Modul spendiert bekommen, um GPS-Informationen eines gekoppelten Smartphones in den Bilddateien mitzuspeichern. Wenig überraschend, schlagen sich die genannten Neuerungen letztlich auch im Preis nieder. Mit einer UVP von 1999 Euro gegenüber 1599 Euro ist die Sony RX10 IV 400 Euro teurer als ihr Vorgänger. Wer den schnelleren Hybrid-Autofokus und die höhere Serienbildgeschwindigkeit nicht benötigt, kann also bares Geld sparen.

Fazit
Ansonsten gilt für die Sony RX10 IV, was schon für ihre Vorgängerin galt: Wer auf der Suche nach einem echten und vielfältig einsetzbaren Allrounder ist, der sich für die Natur- und Sport- ebenso wie für die Landschafts- oder Makrofotografie eignet, ist bei der RX10 IV gut aufgehoben. Preis und Leistung stimmen jedenfalls, schlagen vergleichbare Kombinationen aus Spiegelreflex- oder Systemkamera mit entsprechenden Objektiven bzw. Brennweite doch gleich, wenn nicht sogar teurer zu Buche.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle

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