Weite Schwünge

11.03.2018 08:00

Wilder Kaiser: Sonnenskilauf in Tirol

Die Tage werden länger: deale Gelegenheit für ein paar Tage Sonnenskifahren in den Tiroler Alpen. Dort liegt nicht nur eines der größten, sondern auch eines der modernsten Skigebiete weltweit.

Plötzlich stand er da, der Wilde Kaiser. Wo vorher noch üppige Felder wogten und die Bauern prächtig von ihrer Ernte leben konnten, schob sich nach einem Hexenfluch plötzlich die steile Felswand des „Kaisers“ in den Himmel – und stürzte die Bauern, die es sich vorher viel zu gemütlich gemacht hatten, in jahrelanges Elend. So zumindest die Sage rund um die 2300 Meter hohe Bergkette, die sich hier in Tirol wuchtig durch den Talnebel treibt.

Spätestens seit 40 Jahren ist von Elend keine Spur. Bei strahlendem Sonnenschein präsentiert sich die „SkiWelt Wilder Kaiser“ wie aus einem Traum in Weiß. Die nackten Zahlen sprechen für sich: Über 284 Pistenkilometer, 90 Lifte und 77 Hütten sind mehr, als die meisten Skifahrer in einer Woche jemals erkunden können. Und: Das gesamte Gebiet hängt tatsächlich zusammen, Bustransfers oder ähnliches sind nicht notwendig.

Beachtliche 21 Talabfahrten führen in die Orte, nicht nur hier ist Beschneiung notwendig. Denn die „SkiWelt“ liegt verhältnismäßig niedrig. Die Pisten in Scheffau etwa beginnen bei 620 Metern, der höchste Gipfel liegt auf 1650 Metern. Also müssen auch hier „Schneeerzeuger“ nachhelfen, mehr als 1700 Stück davon beschneien das Gebiet. Die Region selbst gibt sich dabei betont umweltbewusst: „Die Speicherseen, die wir hier für die Beschneiung brauchen, haben Trinkwasser-Qualität“, erklärt Guide Jana vom Lift aus. „Und den Strom nehmen wir von der Tiroler Wasserkraft.“

Dem Skifahr-Erlebnis tut das keinen Abbruch, der klassische Wintertourist bekommt hier alles: Beste Pisten (Tipp: Westendorf), urige Hütten (Tipp: Spare Ribs auf der Ki-West-Hütte), abendlicher Ski- und Rodelspaß (in Söll) und Après-Ski mit Livemusik in der gerade erst neu ausgebauten „Moonlight Bar“. Und wem am nächsten Tag die 284 Pisten-Kilometer immer noch zu wenig sind, der kann immer noch erweitern: Von Westendorf aus ist man mit dem Bus in drei Minuten im gegenüberliegenden Skigebiet Kitzbühel. Dort warten weitere 179 Pistenkilometer. Die man beim besten Willen nicht braucht.

Paul Tikal, Kronen Zeitung

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