Murfeld

14.02.2018 05:30

Abstimmung über Fusion: Heiße Phase beginnt

Zuerst der abgeblasene Bürgermeisterwechsel, nun die Volksbefragung zur Gemeindefusion: Es sind spannende Zeiten im südoststeirischen Murfeld. In zwei Jahren könnte die Gemeinde in ihrer derzeitigen Form nicht mehr existieren. Entscheidend ist wohl, welches Lager besser mobilisieren kann.

Zu Jahresbeginn zurückgetreten, ist Werner Grassl (VP) seit Freitagabend wieder Bürgermeister von Murfeld. Vizebürgermeister Josef Schef (Bürgerliste) zog seine Kandidatur überraschend kurz vor der Gemeinderatssitzung zurück, Grassl sprang ein und wurde parteiübergreifend gewählt. Er weiß: „Es gibt sehr viel zu tun in Murfeld.“

Am 11. März stimmen die Bürger ab, ob sie mit St. Veit in der Südsteiermark (Ortsteil Seibersdorf) sowie Straß (Ober-, Unterschwarza, Lichendorf, Weitersfeld) fusionieren sollen – es wäre auch ein Wechsel in den Bezirk Leibnitz. Die noch junge Bürgerinitiative „Rettet Murfeld“ macht gegen das Vorhaben mobil und hat die Volksbefragung erzwungen: „Endlich gibt’s einen wirtschaftlichen Aufschwung bei uns. Warum sollten wir gerade jetzt das Handtuch werfen und ohne Zwang fusionieren?“, meint Anton Weingerl. "Als Unternehmer bin ich in der ganzen Steiermark unterwegs. Nirgends ist es durch die Fusion besser geworden."

Den Aufschwung bestreitet Grassl nicht, „aber es ist noch immer zu wenig“. Um Murfeld entstanden große, leistungsstarke Gemeinden, die leichter neue Betriebe anwerben. Seit Jahren gibt es Gespräche mit den Nachbarkommunen, kurz nach der Wahl 2015 wurden Grundsatzbeschlüsse im Gemeinderat getroffen. Arbeitsgruppen wurden eingerichtet, es gab zahlreiche Treffen.

Das Ergebnis der Volksbefragung ist zwar nicht bindend, aber sicherlich ein wichtiges Signal für die Politik. Beide Lager hoffen, dass am 11. März viele Murfelder zur Urne gehen.

Jakob Traby
Jakob Traby

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