Beflügelt

09.02.2018 14:55

Lufthansa stark ins neue Jahr gestartet

Die Lufthansa ist mit mehr Passagieren ins neue Jahr gestartet. Ein Grund dafür liegt in der Air-Berlin-Pleite. Nach Übernahme von Teilen des insolventen Konkurrenten baut der deutsche Luftfahrtkonzern vor allem seine Angebote bei der Kurz- und Mittelstreckentochter Eurowings aus.

Mit allen weiteren Konzernmarken wie Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines beförderte der Konzern im Jänner insgesamt 8,7 Millionen Passagiere, wie in Frankfurt mitgeteilt wurde. Das waren circa zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei der Österreich-Tochter AUA (Austrian Airlines) gab es ein Plus von 10,5 Prozent. Die Swiss kam im Jahresabstand im Jänner nur auf 1,5 Prozent Passagierzuwachs.

Für die Tickets konnte die Lufthansa auch wegen der Air-Berlin-Pleite höhere Preise durchsetzen. Allerdings wurde das um acht Prozent gesteigerte Angebot an Sitzkilometern nicht voll abgenommen, so dass die Auslastung der Jets im Konzern leicht um 0,4 Punkte auf 75,6 Prozent zurückging.

Hohe Ticketpreise vorübergehende Erscheinung?
Analysten sind indes geteilter Meinung, ob die aktuelle Preispolitik im Passagierverkehr lang fortgesetzt werden kann. Barclays-Analystin Rishika Savjani sieht zwar positiv, dass Europas größte Fluggesellschaft beim Geschäftsausbau vor allem auf ihre Billigtochter Eurowings setzt. Doch noch habe die Tochter zu hohe Betriebskosten. Die hohen Ticketpreise nach dem Ende von Air Berlin hält die Expertin für eine vorübergehende Erscheinung.

Gewinnrückgang erwartet
Für 2018 lassen die bisherigen Aussagen der Lufthansa laut Savjani einen Gewinnrückgang erwarten. Die wichtigste Frage sei, ob sich bei der Lufthansa strukturell genug geändert hat, damit sich die verbesserten Gewinnspannen und der gestiegene freie Barmittelzufluss als nachhaltig erweisen. Sie denkt, dass die Ziele des Managements nicht immer finanziell robust sind.

Eurowings ist in den Augen von Barclays noch immer kein glaubwürdiger Billigflieger. So wolle die Konzernführung um Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Tochter finanzielle Eckdaten wie bei Europas zweitgrößtem Billigflieger Easyjet erreichen - und das sei theoretisch sogar möglich. Allerdings baue Eurowings auf höhere Ticketpreise und habe eine eindeutig höhere Kostenbasis.

 krone.at
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