Spaß am Basteln

11.01.2018 10:46

Do it yourself: Machen Sie es doch selbst!

Heimwerken boomt! Praktische Tipps und Tricks bieten neben Fachbüchern und speziellen Kursen vor allem die unendlichen Weiten des Internets. Selber machen liegt stark im Trend – oder „DIY“, wie das ja neuerdings heißt. Die drei Buchstaben stehen für „Do It Yourself“ und bringen ein ganzes Lebensgefühl auf den Punkt.

Immer mehr Menschen machen's lieber selber. Bastler aller Art sind heutzutage eine stetig anwachsende Zielgruppe. Die Gründe für diesen selbstgestrickten Höhenflug sind vielfältig. Einer der gewichtigsten ist bestimmt die kreative Komponente. Es macht einfach eine Riesenfreude, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, dessen Entwicklung man von Anfang bis Ende aus allernächster Nähe begleitet. Einen Plan aushirnen, ihn zu Papier bringen, Materialien besorgen, die ersten Schritte tun, Fortschritte machen – bis irgendwann der letzte Feinschliff angelegt und schließlich die Fertigstellung gefeiert werden darf. Immer ist man mittendrin und entscheidender Part bei der Sache. „Big Boss“ und ausführender Handwerker in einer Person, sozusagen.

Spaß am Tun
Laut einer aktuellen Statistik ist der häufigste Beweggrund der Bastler für ihr Tun ein denkbar einfacher: purer Spaß am Handwerklichen. Viele private Kunsthandwerker(innen) legen sich besonders gern für ihre Nächsten und Liebsten ins Zeug und fabrizieren individuelle Geschenke: einen selbst gestrickten Schal, ein selbst gemaltes Bild, eine in neues Gewand verpackte Vase.
Geht es um Bastelarbeiten in der eigenen Wohnung, darf auch mal der Selbstzweck im Vordergrund des fröhlichen Schaffens stehen. Was für ein wunderbares Hobby, bei dem sich das Angenehme so schön mit dem Nützlichen verbinden lässt!

Es geht nicht ums Geld
Finanzielle Gründe sind für die Selbermacher jedenfalls keine besondere Motivation. Nur ein Drittel der Heimwerkenden gibt an, selbst Hand anzulegen, um auf diese Weise Geld zu sparen. In manchen Fällen ist das ja auch gar nicht möglich. Einige Bastelutensilien kommen nämlich mindestens genauso teuer wie ein fertiges (z.B. in Fernasien hergestelltes) Werkstück. Auch der Umweltgedanke steht bei den Bastlern nicht unbedingt im Vordergrund – obwohl Selbermachen natürlich ein wertvoller Beitrag zu einer achtsamen Verwendung von Rohstoffen sein kann. Reparieren ist (meistens) ressourcenschonender als neu kaufen.

Hör mal, wer da hämmert
Im Fernsehen laufen spezielle TV-Formate für Heimwerker, Baumarktketten übertrumpfen sich gegenseitig mit umfangreichem Infomaterial für die werte Kundschaft. An den Eingängen liegen seitenweise Ratgeber zu allen möglichen häuslichen Problemstellungen zur freien Entnahme auf. Und auf den Internetseiten der Baumärkte finden sich jede Menge reich bebilderter Heimwerkertipps und noch mehr Erklär-Videos. Meist gut gemacht – und wirklich praxistauglich.

An allen Ecken und Enden
In den sozialen Netzwerken ist der DIY-Gedanke ohnehin allgegenwärtig. Die neuen Medien haben mitgeholfen, die Idee vom Selbermachen über den gesamten Erdball zu verbreiten. Eine Idee, die natürlich alles andere als neu ist. Seit der Mensch denken kann, bastelt er an Dingen in seiner Umgebung herum, die das Leben ein klein wenig leichter machen sollen.

Heute gibt es im Internet eine unüberschaubare Vielzahl an Blogs und YouTube-Kanälen, in denen Amateure und Profis ihre wertvollen Heimwerker-Tipps in die weite Welt hinaustragen. Manche mit dem ehrlichen Anspruch, andere an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Andere eher getrieben vom narzisstischen Drang, ihre kreative Seite möglichst groß zur Schau zu stellen. Wie auch immer. Schön, wenn sich Menschen von der Tatenkraft anderer inspirieren lassen – und vielleicht selbst demnächst ihr eigenes Projekt angehen.

Ausgebuchte Kurse
Nicht nur das Internet ist voll von Informationen rund um das Thema Handwerk. Auch spezielle Heimwerker-Kurse in den Volkshochschulen (VHS) sind seit Jahren gut besucht – wobei sich Frauen von den zahlreichen Angeboten besonders angesprochen fühlen dürften. Handwerkerinnen, die sich beispielsweise das Einziehen einer Zwischenwand nicht unbedingt zutrauen – selbst wenn sie sich mehrere YouTube-Videos dazu angesehen haben. Der Anteil weiblicher Teilnehmer in den handwerklichen VHS-Kursen liegt jedenfalls bei rund 60 Prozent. Ansonsten ist das Publikum recht bunt gemischt. Vormittags kommen viele ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, später auch Studierende oder junge Familienväter.

Die Volkshochschulen und ihre Kurse findet man über die ganze Stadt verteilt. Einen großen handwerklichen Schwerpunkt bietet die „VHS KunstHandWerk“ im Margaretener Schlossquadrat. Das Kursangebot hier listet eine große Menge an Veranstaltungen für Hobbybastler und -werker: Fliesen legen, Polstern von Sitzmöbeln, Holzbearbeitung im Vintage-Stil, Parkettboden verlegen, Malerarbeiten, Schweißen (auch spezielle Kurse nur für Frauen), Elektroinstallationen und – siehe da! – „Zwischenwände einziehen“. Als Vortragende sind ausgesuchte Fachleute und Professionisten im Einsatz.

Günther Kralicek, wohnkrone.at

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