Bei Elvis in Graceland

13.01.2018 09:00

Zu Gast bei den Presleys

Am 8. 1. pilgern wieder die Massen nach Graceland, um den Geburtstag von Elvis Presley zu feiern. Seit 2017 ist sein einstiges Heim noch spektakulärer. „Before Elvis there was nothing.“ Vor Elvis gab es nichts. Das berühmte Zitat von John Lennon prangt weithin sichtbar in großen Lettern auf der Anschlagstafel eines Motels. Doch Graceland, diese Pilgerstätte für Millionen Elvis-Fans aus der ganzen Welt, das gab es schon lange bevor der Junge aus Tupelo, Mississippi zum King wurde. Ursprünglich stand hier die Farm von Stephen C. Toofs, die nach seiner Tochter Grace benannt wurde. „Anmut, Grazie“ – der Name gefiel Elvis Presley so gut für sein neues Heim, das er mit nur 22 Jahren 1957 um 100.000 Dollar erstand, dass er ihn beibehielt.

Dem Innenleben von Graceland jedoch drückte er seinen ganz eigenen Stempel auf. Via iPads wird man durch das Erdgeschoß geführt, durch das gemütliche Wohnzimmer mit der meterlangen weißen Ledercouch, die extra für Elvis angefertigt wurde, durch das gemütliche Esszimmer und die Küche hinab in den Keller, der Männerherzen wohl höherschlagen lässt – mit riesigem Fernsehzimmer, in dem gleich drei Monitore flimmern, Bar und Billardraum. Und schließlich in den sagenumwobenen Jungle Room – diese tropische Höhle mit grünem Plüschteppich und kleinem Wasserfall, in der Elvis Presley nicht nur Freunde empfing, sondern auch zahlreiche Songs aufnahm.  

  • Fan Eric P. mit seinem großen Elvis-Tattoo.

Zum Anwesen gehören noch einige Nebengebäude, in denen Andenken an die Familiengeschichte erinnern – und natürlich der Meditation Garden. Hier hat Elvis seine letzte Ruhestätte gefunden, neben seiner Mutter Gladys, Vater Vernon und Großmutter Minnie Mae. Nichtsdestotrotz ist Graceland überraschend klein im Vergleich zu heutigen Superstar-Mansion, ein Ort zum Wohlfühlen. Lisa Marie, seine Tochter, wohnt angeblich immer noch hier, wenn sie in Memphis zu Besuch ist – im oberen Stockwerk, das für die Öffentlichkeit bis heute geschlossen ist. Fast zu klein ist dieses Heim, um die Menschenmassen zu fassen, die hier dem King huldigen wollen.

2017 wurde daher gegenüber von Graceland ein gigantisches Visitor Center eröffnet. In diesem Museumskomplex kann man auf 18.500 Quadratmetern nun die totale „Elvis Experience“ erleben. Im Automobile Museum sind seine legendären Limousinen ausgestellt, u. a. der berühmte Pink Cadillac. Ein eigener Raum erinnert an seine Zeit beim Militär. Auch Elvis’ Markenzeichen, seine Bühnen-Overalls, wurden nun ins perfekte Licht gerückt. Die Musikgeschichte von Memphis wird hier ebenso erzählt wie Elvis’ Einfluss auf nachfolgende Musikergenerationen. Und natürlich gibt es auch zahlreiche Shops, in denen man sich mit Elvis-Souvenirs en masse eindecken kann.  

  • Diese Elvis-Statue vor einem Fanshop in Hollywood wurde schon oft ihrer Gitarre beraubt.

Wem das als „Elvis Experience“ noch nicht reicht, der kann auch nächtigen wie die Presleys – zumindest fast. Im neu eröffneten The Graceland Guesthouse gibt es eine „Gladys und Vernon“-Suite und eine Suite, die dem Schlafzimmer von Elvis nachempfunden ist. „Natürlich müssen wir da Priscilla Presley vertrauen, die uns beraten hat – wir haben es ja alle noch nie gesehen“, lacht Sales-Managerin Lori Huffstutler. Aber schlafen wie ein König kann man hier auf jeden Fall.

Franziska Trost
Franziska Trost
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