Engagierte Tierärzte

12.01.2018 07:54

Bauchfelldialyse rettet Hündin das Leben

Chronische Niereninsuffizienz gehört bei Kleintieren bereits zu einer häufig gestellten Diagnose, meistens bei Katzen, aber immer öfter auch bei Hunden. Mischlingshündin "Daisy" hatte jedoch Glück im Unglück: Das engagierte Tierärzteteam der Tierklinik Keller in Neusiedl am See rettete ihr mit einer Bauchfelldialyse - einer Methode aus der Humanmedizin - das Leben.

"Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende." sagte bereits Demokrit. Für Hundebesitzerin Heidi Neuherz ein passendes Zitat, wenn sie an das Team der Tierklinik Keller in Neusiedl am See denkt. Denn dort rettete man ihrer "Daisy", die an Nierenversagen im Endstadium leidet, mit einer Bauchfelldialyse das Leben. Diese Methode stammt eigentlich aus der Humanmedizin. "Das Ziel war es, ihre beiden Nieren so zu entlasten und damit den Körper zu entgiften, dass 'Daisy' ein nahezu beschwerdefreies Leben führen kann", berichtet die Tierfreundin.

Dialyse fürs Tier daheim
Obwohl chronische Nierenprobleme bei Haustieren aus dem Vormarsch sind und durchaus lebensbedrohlich werden können, gibt es nur wenige Vorstöße in Richtung innovativer Behandlungsmethoden. Veterinärin Sabine Keller: "Bis die Besitzer die Gefahr erkennen, ist die Krankheit leider oft schon sehr fortgeschritten." Vor einer Operation müssen Allgemeinzustand und die Bereitschaft des Besitzers abgeklärt werden, in Zukunft Dialysen selbst zu Hause durchzuführen - selbstverständlich nach gründlicher Einschulung.

Ein wieder lebenswertes Hundeleben
"'Daisy' hat zusätzlich noch das Glück, dass in der Tierklinik Keller nicht nur die Schulmedizin an der Tagesordnung ist, sondern die ganzheitliche Tiermedizin seit Jahren mit großen Erfolgen angewendet wird", ist Heidi Neuherz, selbst praktizierende Omnipathin, überzeugt. Das Bauchfelldialyse-Implantat wurde "Daisy" schließlich durch den Chirurgen Vladut Ciocirlan erfolgreich eingesetzt. "Wichtig ist nicht nur, dass 'Daisy' die Möglichkeit auf ein lebenswertes Hundeleben bekommt - sondern auch, dass eine Methode aus der Humanmedizin auch endlich in der Tiermedizin die notwendige Beachtung finden kann", so Heidi Neuherz.

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